Julia Collard & Sven Schnitzler
Wie macht Ihr eigentlich… Twitter?

Wie macht Ihr eigentlich… Twitter?

Die besten 10 Tipps, der Rückblich 2019, der Trend 2020 – von solchen Artikeln gibt es zu jedem Tool & Netzwerk mehr als genug. Darum schreiben wir jetzt auch noch eine Serie…

Warum wir glauben, dass es trotzdem noch Sinn macht (und Mehrwert schafft) unsere Social Media Erfahrungen zu teilen? Weil auch wir in der Flut der Informationen und Tipps immer mal wieder einen wertvollen finden und daraus gelernt haben. Und weil jeder Weg individuell ist. Weil Ihr uns zuletzt auf einer Konferenz in Berlin immer wieder gefragt habt: wie macht Ihr das eigentlich? Genau darum gibt´s in den nächste Wochen quasi als „Adventskalender“ in der extended version unsere #Socialmedia Tipps. Und klar, dass wir mit Twitter starten (auch wenn und gerade weil wir wissen, dass das nicht dem deutschen Trend entspricht).

Was eigentlich ist Twitter?    

Ein kleiner blauer Vogel, der seit 2006 Nachrichten um die Welt zwitschert –Twitter (englisch: “Gezwitscher”) ist ein Bloggingdienst und ein soziales Netzwerk. Von seinem Markenzeichen – der Begrenzung aller Nachrichten auf 140 Zeichen – hat Twitter sich schrittweise verabschiedet. Zunächst davon, dass Fotos und Videos in diese Begrenzung fallen und seit ziemlich genau 2 Jahren wurde die Zeichenanzahl auf 240 fast verdoppelt (die wussten, dass wir kommen und immer doppelt so viel schreiben wollen 😉

Herzstück von Twitter sind die Hashtags – die gibt’s seit 2007. Sie verknüpfen alle Tweets, in denen der entsprechende Hashtag vorkommt miteinander. Sucht Ihr zum Beispiel auf Twitter nach unserem #netzwerkblog, werden alle Tweets angezeigt, die diesen Hashtag enthalten. Spannend ist das natürlich besonders für brandaktuelle Ereignisse und Veranstaltungen (ein Hashtag wird dann zum „Trend“ und als solcher ausgewiesen) aber auch für Nischen und Spezialfragen. Ein supervolles Stichwortverzeichnis!

Gefällt Euch ein Tweet macht Ihr das durch den Klick auf das Herz erkenntlich – gleichzeitig kann Euch das aber auch als Erinnerung dienen, da so markierte Tweets in Eurem Profil unter „Gefällt mir“ aufgelistet werden. Noch eine Stufe „stärker“ wirkt ein Retweet, mit dem Ihr den Ursprungstweet mit allen Euren Followern teilt. Wahlweise mit oder ohne Kommentar und mit oder ohne Erwähnung der Autoren, anderer Personen, die Ihr unmittelbar ansprechen möchtet oder zusätzlichen Hashtags.

Als Faustregel gilt: Je individueller Eure Wertschätzung/ Rückmeldung/ Interaktion, desto eher erzeugt auch sie wieder Reaktionen.

Wenn Ihr übrigens einen Tweet mit direkter Ansprache beginnt (@doppeltspitze…) adressiert Ihr wirklich nur diese eine Person. Ein Zeichen davor gestellt vermeidet dies und Ihr landet wieder im gesamten Netzwerk – und das ist mit 2,5 Millionen Nutzern wöchentlich und 0,6 Millionen täglich nur in Deutschland gar nicht mal so klein. Auch wenn Twitter hierzulande nicht zu den Spitzenreitern der sozialen Netzwerke zählt hat es doch USP´s, die je nach Job und Zielsetzung einzigartig sind (was ja so ein Merkmal eines USP ist J).

Was kann Twitter?

So schnell sein wie kein anderes soziales Netzwerk. Aufgrund der Beschränkung auf wenige Zeichen sind die Nachrichten auch mit der „schlechtesten“ Netzabdeckung verfügbar. Das macht das Netzwerk auf der einen Seite attraktiv für Politik und Wirtschaft, die hier Ergebnisse und Fakten unmittelbar veröffentlichen können aber leider eben auch für Menschen, die diese Geschwindigkeit missbrauchen.

Gut und schlecht zugleich: Die Halbwertzeit eines Tweets ist unfassbar kurz – verständlich, denn jeden  Tag werden 500 Millionen Tweets versendet. Das sind 6.000 Tweets pro Sekunde. Und immerhin hätte ein Twittertagebuch 10 Millionen Seiten – an EINEM Tag.

Die Informationsflut ist demzufolge unglaublich hoch, das gesammelte und verbreitete Wissen und die Aktualität phänomenal. Für Zahlenfreaks: www.brandwatch.com/de/blog/twitter-statistiken/

Unbedingt machen:

Querlesen! Sich fallen lassen in diese Informationsflut und einen eigenen Filter finden.

Es gibt keine Zeitung, keinen Verlag und kaum eine Bildungseinrichtung, die nicht auf Twitter aktiv ist und dort kostenlos Wissen teilt. Schneller und barrierefreier lässt sich kaum im Zug, an der Haltestelle, in der Pause oder… (ja sogar da!) lernen, lesen, staunen, lachen, teilen. Snackcontent aber in wertvoll und nachhaltig – wenn Euer Filter richtig ist. 

Auf keinen Fall:

Irgendwelche irgendwie gearteten Followerstrategien verfolgen außer der des echten Vernetzens und Teilens. Klar – Reichweite bekommt man nicht mit dem ersten Tweet (bitte immer versehen mit #myfirsttweet) und so manches Phänomen lässt sich nicht erklären. Aber auf Twitter gilt für uns mehr als in jedem anderen Netzwerk „Klasse statt Masse“.

Lasst Euch nie entmutigen von ausbleibenden Reaktionen – was Ihr verteilt, wie Ihr es verteilt, so kommt es irgendwann auch zu Euch zurück.

Ihr dürft Euch nicht gleich mit dem besten Tweet ever vergleichen:

Doppeltspitze- Tipp

Fokussiert Euch auf Eure Themen, aber wagt den Blick über den Tellerrand. Filter haben auch immer die latente Gefahr der Filterblase – natürlich funktioniert auch Twitter so wie alle anderen Netzwerke – es weiß, was Du suchst, tust und magst. Und prompt siehst Du auch nichts mehr anderes…

Teilt zwischendurch auch mal etwas Privates, etwas Fachfremdes, bringt Euch in eine Diskussion ein oder startet selbst eine oder postet einfach mal etwas echt Witziges – wenn Ihr Lust drauf habt. Kalkuliert – wenn Ihr es „vernünftig“ – machen wollt für Twitter mindestens 3 mal 15 Minuten Lesezeit pro Tag ein. Ihr müsst nicht dauersenden, aber konstant. Und für alle Unternehmen gilt: Euer Twitterkanal ist nur so viel wert wie die Mitarbeiter, die ihn mit Leben füllen. Twitter ist ein Netzwerk, das Gesichter braucht – gerade bei Unternehmen. Menschen folgen Menschen – nicht (mehr nur) Marken. Das ist wichtig in der Marketingstrategie insbesondere für StartUps und KMU.

Wir bekommen durch Twitter Aufträge, verdienen Geld, lernen und haben eine Menge Spaß. Vor allem lernen wir aber praktisch jede Woche auch physisch und analog neue Menschen kennen. Wie wir also Twitter machen? Mit Leidenschaft, mit viel Zeiteinsatz, nachhaltig und wertschätzend. Es kostet uns nichts, außer Ideen und Neugier. Denn genau das bekommen wir auch zurück.

Es gibt hier auch ganz unterirdische Tweets und Geschichten und viel schlechte Politik – keine Frage. Aber sich darum aus diesem sozialen Netzwerk rauszuhalten würde bedeuten den Inhalten noch mehr Raum zu geben, die wir nicht sehen möchten.

Darum teilen wir unser Wissen, unsere Erfahrungen, von Zeit zu Zeit auch was Privates oder einen echt guten Witz.

Wir teilen vor allem aber auch das Wissen, das andere bereitstellen. Denn neben den unzähligen Big Playern haben wir auf und über Twitter wunderbare kleine Stories und Blogs entdeckt, die selbst in diesem riesigen Strudel an Informationen Gehör finden. Das macht Twitter für uns zu einem ganz besonderen sozialen Netzwerk.

Und es geht hier um Content, um #sharingiscaring, um Wissen und News – wenn Euch Bilder und Stories lieber sind…dann nehmen wir nächste Woche Instagram unter unsere Doppel[t]lupe!

…und mehr zum Thema Social Media gibt´s natürlich auch in allen anderen Formaten
  – schaut in unsere Angebote oder
sprecht uns gerne direkt an!
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