Ein bisschen vermessen ist es schon, unsere nun gerade mal drei Jahre alte Twitterreise als alte Liebe zu bezeichnen. Aber Beziehungen zeichnen sich ja nicht allein durch ihre Länge, sondern auch durch ihre Intensität aus. Und da hat uns Twitter eben mitten ins Herz getroffen. Ins Doppelherz sogar – denn es trifft den Informations- ebenso wie den Unterhaltensbedarf.

Umso betrübter waren wir über die Tatsache, dass über die Corona Zeit Inhalte tendenziell weniger attraktiv geworden sind. Wo sind unsere tollen Individualisten in Sachen Blog, News und Blick über den Tellerrand hin? Warum ist auch in unserer Bubble plötzlich so viel Negatives, so viel Hass und Wut? Ey, Algorithmus – das nervt und das können wir unmöglich selbst schuld sein!

 

 

Quo vadis – Kommunikation?

Klar – Twitter ist ein Kanal für die Worte, die uns gerade auf der Zunge liegen. Die waren im letzten Jahr vielleicht nicht so rosarot, sondern leicht belegt. Also die Worte (die Zungen vielleicht auch). Bei aller Digitalisierung, die wir in Deutschland ja nun erfahren haben (kleiner negativer Vibe: das wird sich erst noch zeigen!), hat sich auch gewisse Müdigkeit in Richtung nettem Austausch auf sozialen Medien und in Videocalls breit gemacht. Wo man tagsüber „beruflich“ ist, möchte man nichts abends sein. So zumindest unser Gefühl.

Dann haben wir bei uns selbst festgestellt, dass wir bei der ganzen Informations-, Zahlen-, Daten- und Faktenflut müde geworden sind – müde Neues aufzunehmen, müde zu selektieren, was wirklich wichtig ist, müde zu hinterfragen, wer in welchem Team spielt und welcher Theorie hinterherjagt.

Aber: alte Liebe rostet eben nicht, darum haben wir ins uns reingehört und wieder angefangen zu selektieren und selbst zu fokussieren: es gibt sie, die guten News. Und die absolut amüsanten. Noch besser: wir können sie sogar selbst noch schreiben, vermitteln, anstubsen!

Das Schönste aber: auf Euch ist Verlass. Auf unsere Crew, mit der wir in dieses Twitter Abenteuer gestartet sind. Beziehungen machen unser Leben aus. Nicht deren Länge, aber deren Mehrwert. Und darum gehen jetzt ein paar wirklich wichtige Shootouts an Euch…

 

@Stephanie Kowalski

„Im Twitterversum und darüber hinaus gibt es Leute, mit denen es Spaß macht sich auszutauschen, zu vernetzen und voneinander zu lernen.  „Das Netz ist ein guter Ort – wenn wir es gemeinsam dazu machen.“

 

@Mareike Lüken

„Ich muss echt oft lachen, Twitter ist immer noch witzig! Und meine Community ist so wertvoll, wertschätzend, konstruktiv und von Miteinander geprägt, von Freude für andere und Ansporn. Ich liebs. Alles andere blende ich einfach aus – ich bestimme, womit ich mich auseinandersetze.“

 

@Edda Klepp

„So geht’s mir auch! Hab hier eine wunderbare Bubble, bekomme viele Impulse und Inspiration. Möchte ich nicht missen.“

 

@Nina Badur

„Weil ich hier immer wieder etwas Neues lerne und alle Menschen innerhalb meiner Twitter Bubble ganz wunderbar sind. Und über vieles außerhalb muss ich dann doch oft sehr lachen. Ich mag die Vielfalt, so habe ich das Gefühl immer zu wissen, was aktuell in der Welt los ist.“

 

@Ulrike Berlenbach

(und bitte wie toll ist der Twittername „Nussknackerin“?)

„1. Seit 11 Jahren member in der #coffeegang  (wir sind 6 Leute, die regelmäßig tweeten) + Gemeinschaft

  1. Austausch mit Menschen, die ich auch persönlich kenne (fachlich/Job) 3. treffe auf interessante Mitstreiter – Diversity – Socionomics – new work“

 

@Nico Korte

(Klar, dass Du was gegen unsere Frage hast 😉

Wieso „trotzdem“? Das Seltsame ist ein wichtiger Teil unseres Lebens, denn wir definieren uns über Unterscheidung. Ansonsten wegen der Bubble, Menschen wie Euch, großartige Lernerfahrungen und Infoquelle Nr. 1 über die 2. Heimat Las Vegas.“

 

@Christian Stein

(danke, dass Du uns alle zu wahren Influencer*innen ernennst!)

„An keinem anderen virtuellen Ort finde ich so viele wunderbare AnregerInnen. Hier sehe ich erst Inhalte und dann im Profil, dass ich gerade mit einer echten „Koryphäe“ interagiert habe. Ich finde Twitter immer noch sehr authentisch. Man stößt auf Aussagen, nicht highshine Profile.“

 

@Michael Kemmer

weiß: Bubbles sind dazu da, sie zu durchbrechen, zu verbinden

„Wegen spannender Bubbles: – HR – New Work – Liberale – Vermieter – Aktionäre – Kitainteressierte“

 

@Anne Weiss

(Mehr Herz kann man kaum reinstecken. Wir sind verzücktJ)

„Es ist mein Wohnzimmer für Austausch, Inspiration und Networking, aber auch Kontaktbörse, Wissensbörse und Fortbildungsbörse Unterstützung, Hilfe und Support UND: FreundIn, KomplizIn – die ich nicht mehr missen möchte #twlz #BayernEDU

 

 @VDI

bringt es zurück auf den Boden der Tatsachen und der Kompetenz.

„Kommunikation auf Augenhöhe, Mehrwert durch Wissen_teilen, Themen vorantreiben,  Menschlichkeit, Vertrauen schaffen, Inspirationsquelle, Out of the Box Denken, fuer Twitter-Menschen einstehen, Meinungsfreiheit, Persönliche Meinung: Keine Macht den Doofen.“

 

@Tobias Leisgang:

Danke für #Serendipity… hätte fast dazu geführt, dass dieser Artikel nie was wird. Haben uns zufällig verloren, verlaufen und wunderbar verirrt bei der Recherche!

Immer noch der beste Ort für #serendipity. Hier ist meine Timeline einfach viel diverser als auf LinkedIn.“

 

@Antje Tomforde

sagt (und so was wie ESC und GNTM oder FC-Nicht-Abstieg sind wirklich Twitter Großereignisse!!)

Hier gibt es so viele wunderbare Menschen, mit denen es tollen Austausch und Netzwärme gibt. Es ist immer noch meine Lernplattform Nr. 1 und manchmal auch sehr lustig (z. B. beim ESC). Nicht zu vergessen die tolle Sportbubble…“

 

Oder sehr treffend wie

@Torsten Schmitt

sagt:

Hier sind alle so weird wie ich und keinen störts^^“

 

Das wäre eigentlich schon alles. Wäre da nicht

@Alfred Zedelmaier

Der mindestens einen von uns ins Herz getroffen hat:

„Auf #twitter findest du alles, was gutes Essen braucht. Die 5 Geschmacksrichtungen an 1 Ort https://kuechenkopf.de/gesuender-leben/fuenf-geschmacksrichtungen/

Manchmal brennt was an #umami

Mal #süße Bilder

Mal #saure Menschen

Mal #bittere Kommentare und es sind Verbindungen, wie das #Salz in der Suppe, die es abrunden.“

 

Es gibt noch viel mehr Menschen, die Twitter zu unserem Lieblingsplatz gemacht haben. Was wir (wieder) gelernt haben im letzten Jahr auf Twitter ist absolut nichts Neues:

 

  1. Was Du aussendest, bekommst Du zurück
  2. Man sieht nur mit dem Herzen gut
  3. Menschen folgen Menschen
  4. Wir können nicht NICHT kommunizieren.

und

  1. Bitte: teilt weiterhin Eure Stories. Wir suchen uns dann schon die raus, die zu uns passen. Und Ihr macht das sicher genauso.

 

An Beziehungen muss man arbeiten. Arbeit mit Menschen macht uns Spaß.

Twitter ist so eine Beziehung.

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