Julia Collard & Sven Schnitzler
Mein Neuanfang: Raum ist in der kleinsten Hütte

Mein Neuanfang: Raum ist in der kleinsten Hütte

#63 Gastbeitrag & #netzwerktalk mit Petra Hütten

Intro:

Es gibt Anfragen, da sind selbst wir sprachlos – und das passiert echt nicht oft. Die von Petra Hütten, ob wir uns einmal treffen können, war so eine…

Petra ist eine ehemalige Kollegin, die erst vorletztes Jahr in unser Team gekommen war. Und die dann beschlossen hat, dass sie nach über 10 Jahren noch einmal etwas Neues im Job machen möchte. Viel war passiert, beruflich und privat, lange gute Gespräche und dann die finale Entscheidung. Und eines ist sicher: Eine Entscheidung ist bei Petra eine Entscheidung. Mit Bauch und Kopf. Darauf kann man sich verlassen. Wir haben sie (nicht nur) mit einer Flasche Sekt und dem Plan für einen neuen Weg verabschiedet. Das war vor  ungefähr einem Jahr.

Wiedersehen – was bisher geschah…:

Petra Hütten:

„Ich fang mal zu dem Zeitpunkt an, als ich mit der Flasche Sekt aus Eurem Büro gegangen bin… mit dem Plan eines neuen Jobs, dessen Zusage ich fest in der Tasche hatte.

Ich habe diesen Job nie angetreten.

Da hat sich viel gut angehört, aber nicht perfekt. Und ich hatte in letzter Zeit viele Erlebnisse und Begebenheiten, die nur gut aber nicht perfekt waren. Zudem verschlechterte sich der Gesundheitszustand meiner Mutter – ich hatte Euch davon erzählt, bevor ich damals ging – weiter.

Ich habe mich also entschieden, den neuen Job nicht zu beginnen, den Weg mit meiner Mutter zu gehen. Zur bekannten Krankheit kam die nächste hinzu. Zu Beginn dieses Jahres habe ich mich von meiner Mutter verabschiedet. Ob sich so etwas zufällig ergibt oder irgendwie Schicksal ist – das lässt sich ja im Nachhinein immer irgendwie hineininterpretieren.

Für mich war es in dem Moment und auch rückblickend genau der richtige Weg. Ich habe mit der Person, die mich ein Leben lang begleitet hat und mit der ich am liebsten immer noch jeden Tag sprechen würde, die letzten Monate verbracht. Zeit ist doch immer noch das, wovon wir alle ständig zu wenig haben. Jetzt gerade hatte ich meine Zeit.

Und ich habe mich von der Vorstellung, einen bestimmten Job haben zu müssen, verabschiedet. Die Fortbildung zur Wohnimmobilienverwalterin hatte ich noch während der Angestelltenzeit gemacht – aus Interesse an der Branche. Ohne den ganz festen Plan.

JETZT

Jetzt war genau der richtige Zeitpunkt mir einzugestehen, dass es mein Job wäre. Für mich ganz allein. Der Zeitpunkt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, würde nicht nochmal kommen. Oder nicht noch einmal so günstig sein. Ich habe Bauchgefühl und Verstand zusammen befragt, die Unterstützung des Arbeitslosengeldes durch den Gründerzuschuss in Anspruch genommen, einen Gründungscoach beauftragt und mit der Papierschlacht begonnen.

Und mit Papierschlachten kenne ich mich aus… das nur am Rande…

Es gab Momente, da dachte ich, dass dieses ganze System doch gar nicht funktionieren kann. Der eine Antrag muss eingereicht sein, bevor die Bestätigung des anderen Amtes überhaupt eintreffen konnte. Das Coaching verwirrte manchmal mehr als es half und wie man nach all dem Papier und den guten Ratschlägen an den ersten Kunden kommen sollte, das erklärte mir keiner.

Akquise?

Wenn mir jemand mal erzählt hätte, dass ich mir einen Beruf selbst ganz bewusst auswählen würde, der auf Kaltakquise basiert – ich hätte vermutlich laut gelacht. Aber genau das mache ich jetzt. Gerne. Für mein Unternehmen.”

Und jetzt sitzen wir also hier zusammen und staunen über die Geschichte

Und jetzt… Petra?

„Jetzt brauche ich eine Website. Meine Website. Und ich habe hin und her überlegt – kann ich Euch ansprechen, soll ich Euch ansprechen, ehemalige Kollegen, seltsame Verstrickungen, komisches Gerede…

Alles Nebensache: ich musste Euch ansprechen: Ihr kennt mich zumindest besser, als es jeder andere, den ich beauftragen würde, tut.

Ich kann Euch klar machen, was ich will und was nicht. Vielleicht hilft es ja, damit das Ergebnis gut wird. Ich habe von dem Thema keine Ahnung. Meine zukünftigen Kunden sollen mir Vertrauen, weil ich Ahnung von Mietverwaltung, Immobilienrecht und technischen Leistungen habe – ich vertraue Euch, weil ich weiß, dass Ihr Marketing könnt.

Ihr baut bitte meine Website.“

Abspann – oder besser: Fortsetzung folgt…

Wir haben uns sehr über Petras Anfrage gefreut – über das Vertrauen, den Mut und die Ehrlichkeit. Hinter jeder Website, die wir bauen, steckt auch immer eine Geschichte. Die verpacken wir mit. Text, Bild und Technik auf einmal. Verstand und Bauchgefühl.

Einen Monat später haben wir uns getroffen mit dem fertigen Produkt (so fertig, wie eine Website eben immer gerade ist) – ein Fotoshooting bei 40 Grad lag dazwischen. Petras Blick auf ihre Website ist für uns der Beweis, dass genau das klappt: Persönlichkeit und Storytelling als Basis des eigenen Business.

Jetzt geht es an die Fortsetzung der Geschichte im Live-Test. Wir sind sicher, dass Petra ihren Weg gehen wird. Auch mit Akquise. Und wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung.

Eines ist sicher: Beziehungen und Netzwerke sind ziemlich entscheidend im Leben. Man weiß nie, wie und wo man sich wieder sieht. Und dann sollte man immer ein neugieriges, aber sehr gutes Gefühl haben.

Wir haben DIE Flasche Sekt noch nicht geköpft auf den ganz anderen, aber auch ein bisschen gemeinsamen Neustart, der jetzt auch ganz öffentlich sichtbar ist… weil es bestimmt noch mehr Highlights gibt, die wir gemeinsam erzählen werden!

Liebe Petra, wir wünschen Dir einen genialen Start – den Schlüssel zu Deinem Traumjob hast Du ja jetzt!

Menü schließen