Man läuft sich so über den Weg im Netz. Und dann bleibt man aneinander hängen, weil ein Projekt besonders innovativ, spannend oder wertvoll erscheint. Im Fall von helpteers war es eine Kombination aus allen drei Momenten. Innovative Technik, spannende Angebote und ganz wertvolle Themen. Georg Staebner hat uns die Hintergründe und die Visionen von helpteers erläutert!

 

 

 

Doppeltspitze: Georg, wer oder was ist helpteers?

 

Georg Staebner:
helpteers ist ein Unternehmen das sich zum Ziel gesetzt hat, dass viele Menschen sich engagieren und dadurch ihre Selbstwirksamkeit spüren. Wir realisieren dies, indem wir Wissen vermitteln und Technologie zur Verfügung stellen.
Wir zeigen sozialen Organisationen wie sie Ehrenamtliche über digitale Kanäle aktivieren. Wir stellen Engagement-Plattformen als Software-as-a-Service zur Verfügung, welche die Aktivierung von Ehrenamtlichen unterstützt. Gemeinsam mit unseren Partnern, den sozialen Organisationen lernen wir voneinander und geben die Erfahrungen weiter bzw. entwickeln das System von Plattformen weiter, so dass alle Beteiligten von den Weiterentwicklungen profitieren.
Wir bauen Brücken zwischen Technologie und Sozialem, damit mehr Menschen ihre Selbstwirksamkeit spüren und wir gemeinsam die Welt bewegen. 

 

 

 

Doppeltspitze: Wie viele Menschen stecken hinter helpteers?

 

Georg Staebner:
Aktuell sind wir 9 Personen. Die Anzahl der Mitwirkenden bei helpteers schwankt jedoch. Einige sind jahrelang bei helpteers und andere wiederum nur für eine kurze Zeit oder unterstützen helpteers in Projekten. Wir sind ein Team aus Ehrenamtlichen, Honorarkräften, Berater*innen und mir als aktuell einzigen Gründer. Wir sind dabei unser Team zu vergrößern und ich persönlich würde mich freuen, wenn ein*e weitere*r Gründer*in bzw. Teilhaber*in den Weg zu helpteers findet. 

 

 

 

Doppeltspitze: Eine Plattform für ehrenamtliche Projekte – noch eine? Warum? Was ist anders?

 

Georg Staebner:
Nicht noch eine. Noch viele mehr! Wir sind davon überzeugt, dass Engagement etwas sehr Persönliches und Individuelles ist. Ein langfristiges Engagement wird möglich, wenn Ziele, Werte und vor allem das Menschliche zwischen den Engagierten passt. Deswegen ermöglichen wir den Organisationen eigene individuelle Engagement-Plattformen für ihre Community zu realisieren.

 

Eine Engagement-Plattform von helpteers ist nicht einfach ein „Job-Portal“ für Ehrenamtliche. Mit der Crowdmoving Methode – die diese Plattformen unter anderem nutzen – wird eine Community sichtbar und Beziehungen zu neuen Ehrenamtlichen aufgebaut.

 

Außerdem ermöglichen wir den Organisationen, auch ohne hohe Entwicklungskosten eine eigene Plattform für ihre Gemeinschaft zu realisieren, da wir die Plattformen als Software-as-a-Service zur Verfügung stellen. Gemeinsam mit unseren Kunden, die wir als Partner bezeichnen, entwickeln wir ihre individuelle Plattform, wobei wir auf ein „Baukastensystem“ von Funktionen zurückgreifen. Wenn dies nicht ausreicht, realisieren wir auch die nötige Funktion. Diese Weiterentwicklungen werden allen Organisationen zur Verfügung gestellt, so dass alle von einem sich ständig weiterentwickelnden System profitieren.

 

Die Organisationen benötigen dabei kein technisches Know-how. Sie setzen gemeinsam mit uns und unserer Erfahrung ihre individuelle Plattform um.

 

Dies ist ein weiteres Beispiel, wie wir Brücken zwischen Technologie und Sozialem bauen. 

 

 

 

Doppeltspitze: Wer braucht die Plattform? Und worin besteht der Unterschied zwischen einer Crowdmoving Plattform und einer individuellen Lösung für eine Organisation? Ab wann und für wen lohnt sich diese?

 

Georg Staebner:
Dies möchte ich am besten mit einem konkreten Beispiel beantworten. Der Verein nestwärme verbindet Familien, mit schwerkranken oder beeinträchtigten Kindern, mit Ehrenamtlichen. Hierfür nutzen sie die mit uns realisierte Plattform meine-nestwaerme.de, auf der die Familien aufzeigen können wie Ehrenamtliche sie unterstützen Unterstützung können und Ehrenamtliche den Familien ihre Unterstützung anbieten. Dies geschieht in einem nicht öffentlich sichtbaren Bereich. Es ermöglicht also ein Engagement, innerhalb einer Gemeinschaft, wie es auf allgemeinen Plattformen nur schwer umsetzbar ist.

 

Eine Plattform von helpteers ist somit vor allem für diejenigen interessant, die eine eigene Community in einem bestimmten Bereich (lokal oder thematisch) aufbauen oder haben wollen. Die Kosten für diese Plattform sind viel geringer als eine Eigenentwicklung einer solchen Plattform und wie zuvor gezeigt, profitieren alle Organisation von den Weiterentwicklungen der Plattformen.

 

Crowdmoving ist eine Methode, die von allen unseren Plattformen unterstützt wird. Dabei wird sichtbar, welche Vorhaben die Engagierten der Organisation umsetzen. In einem Crowdmoving Projekt wird ein Vorhaben beschrieben und es sind einzelne Aufgaben aufgelistet, die bereits von Ehrenamtlichen übernommen wurden, es werden aber auch Aufgaben aufgelistet, für die sich noch niemand gefunden hat. Dies gibt Menschen, die sich beispielsweise bereits der Community zugehörig führen, sich aber noch nicht engagiert haben, die Möglichkeit mit einem Klick eine Aufgabe zu übernehmen und so Teil des Vorhabens zu werden. Diese konkreten Aufgaben senken die Hemmschwelle. Da übersichtlich sichtbar ist, wer alles bei dem Vorhaben dabei ist, entsteht schon online eine Gemeinschaft. Gemeinsam wird dann das Vorhaben umgesetzt, bei dem jeder sieht und spürt, was seine Wirkung ist. Da beim Crowdmoving nicht die Suche nach einer/einem Engagierten im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Vorhaben, werden Crowdmoving Projekte oft von den Beteiligten über Social Media geteilt. So erweitert sich das Netzwerk der Organisation und mehr Engagierte werden erreicht.

 

 

 

Doppeltspitze: Die Plattform ist nur ein Angebot von helpteers – das andere ist Deine Digitalexpertise – in welcher Form bringst Du diese an den Mann und die Frau?

 

Georg Staebner:
Unser Ziel ist, dass möglichst viele Menschen sich engagieren und ihre Selbstwirksamkeit spüren. Deswegen geben wir unsere Erfahrung auf allen möglichen Wegen weiter. Kostenlos in Blogposts, in Webinaren, als Videos, in einem E-Book und in unserem Newsletter. Um auch auf konkrete Probleme und Fragen einzugehen machen wir Online-Kurse, individuelle Webinare und Workshops vor Ort. Die Kosten dieser Angebote richten sich danach wie individuell das Angebot ist. Auf dieser Weise ist es uns möglich das Wissen für alle zugängig zu machen. 

 

 

 

Doppeltspitze: Merkst Du, dass die Menschen seit Corona aufgeschlossener gegenüber digitalen Angeboten sind?

 

Georg Staebner:
Im letzten Jahr war schon eine kleine Änderung in Bezug auf die Digitalisierung im Engagement zu spüren. Von „Wofür digitale Lösungen?“ änderte sich die Frage in „Wie digitale Lösungen nutzen?“. Es gab aber noch eine Menge Kritiker und Menschen die aufgrund von Befürchtungen, so wie Kontrollverlust die Digitalisierung ablehnten. Diese Stimmen sind weniger geworden. Es herrscht scheinbar ein Konsens, dass wir diese Krise ohne Digitalisierung nicht meistern können.

 

 

 

Doppeltspitze: Sind Organisationen bereit, für digitale Kurse, Webinare und Online Kurse Geld auszugeben und warum sollten Sie es Deiner Meinung nach unbedingt tun?

 

Georg Staebner:
Ja, die Bereitschaft steigt, da öfter die Vorteile gesehen werden. Beispielsweise, dass die Inhalte zeitversetzt konsumiert werden können. Genau das sehe ich auch als großen Vorteil. Teilweise ist es bei online Formaten auch möglich durch den Austausch zwischen den Teilnehmern sich gegenseitig zu helfen. Gemeinsam lernen die Teilnehmer dann noch besser, denn alles was nicht nur gelernt, sondern auch weitergegeben wird, festigt das eigene Wissen.

 

 

 

Doppeltspitze: Was ist Dein Ziel für helpteers – in diesem Jahr, denn wir haben ja gelernt, dass wir besser auch mal kleinere Schritte machen?

 

Georg Staebner:
Ich möchte, dass helpteers weiterhin wächst, damit wir unsere Erfahrung und unseren Service noch mehr Organisationen zur Verfügung stellen können. Ich würde mich freuen, Beziehungen aufzubauen, die in eine Teilhabe bzw. Mitgründung bei helpteers führen.

 

Konkret ist ein weiterer Online-Kurs geplant und wir sind in Gesprächen für weitere Plattformen. Wir würden uns freuen, wenn wir noch in diesem Jahr bei weiteren Präsenzveranstaltungen unsere Erfahrungen weitergeben können.

 

Aktuell konzentrieren wir uns mit unserem Service auf größere Organisationen, damit wir in Zukunft durch mehr Automatisierung auch kleineren Organisationen individuelle Plattformen ermöglichen können. Wir wollen, dass noch mehr erfahren, wie wir gemeinsam Engagement mit Hilfe von Technologie stärken können. Davon profitieren wir alle und die Gesellschaft. Gemeinsam bewegen wir die Welt. 🙂

 

 

 

 

 

Nicht weniger als das wünschen wir Dir Georg! Danke für Deine Zeit und auf dass sich unsere Wege und Projekte noch oft kreuzen werden!

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