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#netzwerktalk mit Christine van Tübbergen von den Content Queens

 

„Es ist an der Zeit, alle Freiberuflerinnen zu vereinen. Und erstklassigen Content zu produzieren. Content, der konvertiert und verkauft. Hochprofessionell, bestens durchdacht und nachhaltig. Bist du bereit für Inhalte der Extraklasse?“ – das macht Lust auf mehr Inhalte!

 

Liebe Christine,

wir haben uns im letzten November auf Initiative von Andrea Steverding & Vera Schneevoigt (danke an diese wunderbaren Netzwerkqueens!) kennengelernt. Jetzt wollen wir auch endlich ein bisschen mehr über Dich und die Content Queens wissen. Wie schön, dass wir Dich für einen #netzwerktalk besuchen dürfen!

 

Doppeltspitze: Wer sind die Content Queens?

Christine: Aktuell sind wir 37 Frauen, die alle freiberuflich unterwegs sind in Sachen Text, Foto, Content Strategie, Internetrecht, SEO, Video, Sound, Grafik… – einfach alles, was es braucht, um Inhalte zu erstellen. Richtig gute Inhalte. Solche, bei denen das Lesen, Sehen und Hören perfekt zusammenspielen.

Da dies nicht eine alleine leisten kann fand ich es immer schade – so meine eigene Berufserfahrung –, wenn ich Aufträge ablehnen musste. Sei es aus Zeitmangel oder weil sie eben nicht exakt zu mir passen. Da bin ich sehr perfektionistisch. Und genau das erwarte ich auch von „meinen“ Queens. Wir haben uns in einem Netzwerk zusammengeschlossen, weil wir auf die Expertise jeder einzelnen vertrauen und bauen können. Denn eines ist unerlässlich bei Weiterempfehlungen: sie strahlen sowohl auf diejenige aus, die empfiehlt, wie auf die, die empfohlen wird. Wenn man das verinnerlicht, dann wird unser Anspruch klar.

 

Doppeltspitze: Was ist Euer Produkt?

Christine: Jede Queen hat ihr ganz eigenes Produkt – die eine textet, die nächste skizziert und eine dritte vertont. Alles ist möglich und entwickelt sich natürlich auch mit der Veränderung von Plattformen und Strategien weiter. Neben der eigentlichen Dienstleistung bieten wir Transparenz, Vertrauen und Verlässlichkeit – ganz wichtige Assets, die im Agenturalltag oft zu kurz kommen. Unser Produkt sind Leistungen, die durch die jeweilige Queen ein Gesicht und eine Persönlichkeit bekommen. Das macht uns besonders. Dadurch, dass wir uns gegenseitig promoten und Aufträge ver(fair)teilen, ist Nachhaltigkeit in allen Arbeitsfacetten ein unbedingtes Muss.

 

Doppeltspitze: Wer kann Content Queen werden?

Christine: Jede, die authentisch für sich als Person, ihre Geschichte und ihre Skills steht. Was sich so einfach anhört, ist oft ein langer Prozess bis man artikulieren kann, warum man liebt, was man tut und stolz darauf ist. Darum sind wir ehrlich – wir wählen genau aus, weil wir teilen wollen. Mit denen, die auch geben wollen und die unsere Guidelines vertreten.  Viele Frauen sind in ihrer Selbstständigkeit auf sich allein gestellt.  Teilen ist neu und fühlt sich erst fremd an.

Bei den Content Queens geht es um Kooperation bei gleichzeitiger Eigenständigkeit. Um das zu testen führen wir ein Bewerbungsverfahren inklusive Arbeitsprobe – je nach Talent und Nische – durch. Wir testen Engagement im Vorfeld, weil der gute Ruf und unser Markenname uns tragen. Das müssen wir auch im Sinne der jetzt schon aktiven Frauen genauso machen, um deren Qualität zu schützen. Unser Netzwerk zeichnet sich aus durch gesundes, qualitativ hochwertiges Wachstum bei gleichzeitiger persönlicher Nähe. Mir ist es wichtig, dass ich auch kleine vermeintlich triviale Details jeder Frau kenne, weil dies in der Zusammenarbeit so oft den entscheidenden Funken ausmacht.

Ich bin Unternehmerin ohne ein Unternehmen zu leiten – denn ich organisiere dieses Team ohne Führungsfunktionen zu haben. Das kann ungeduldig machen, wenn sich jemand nicht zeitnah zurückmeldet, denn Pflichten gibt es im klassischen Sinne keine. Dadurch habe ich gelernt meine persönlichen Eindrücke – auch eine Portion Schubladendenken, das wir sicher alle kennen – zurückzustellen. Ich suche keine Freundinnen, sondern Expertinnen. Das macht offen für Charaktere und spezielle Typen. 

 

Doppeltspitze: Warum hast Du Dich selbstständig gemacht?

Christine: Wenn ich jetzt sage, dass das „aus der Not“ heraus passiert ist, dann hört sich das sehr negativ an. Aber tatsächlich ist es so, dass ich ein ziemlich klassisches Beispiel dafür darstelle, wie das Angestelltsein nicht mehr funktioniert, wenn man Mutter wird. Das ist die Kurzversion. Die lange Geschichte ist viel unschöner, aber heute kann ich sagen, dass ich daraus gelernt habe, mit Sicherheit stärker geworden bin und meine Vorstellung davon, frei zu arbeiten, wirklich umsetzen kann.

Dass mich Vera Schneevoigt als Mentorin bei den ersten Schritten unterstützt hat – der Kontakt ist übrigens über Social Media zustande gekommen – war Gold wert. Es hat mich darin bestärkt an die Kraft von Netzwerken zu glauben und daran, dass man nicht immer als Einzelkämpferin durch die Selbstständigkeit gehen muss. Für mich vereint diese Art zu arbeiten alle Vorteile der Freiheit und einer Gemeinschaft. Sie lässt mich eigenständig sein und hat trotzdem Struktur.

 

Doppeltspitze: Was bedeutet Karriere für Dich?

Christine: Schauspielerin – das war mein eigentlicher Berufswunsch. Besser: Ich war bereits Schauspielerin, auf der Bühne, im Ensemble, in allen möglichen Rollen. Aber mit der Prägung, dass zu einem ordentlichen Beruf ein ordentliches Zertifikat gehört, wollte ich diesen Beruf nur dauerhaft ausüben mit einem Zertifikat, einem Hochschulabschluss. Nachdem das trotz aller Anstrengungen nicht geklappt hat, war mir klar: jetzt gibt es nichts mehr zu verlieren. Und mit diesem Ansatz habe ich oft hoch gepokert, hart verhandelt und erstaunlich viel erreicht.   

Karriere heute? Der Aufbau der Content Queens war so nicht geplant und mit Sicherheit ein sehr besonderer Baustein meiner Karriere. Also vertraue ich auf meine Stärke, meinen Mut neue Wege zu gehen und lasse meine Intuition meine Karriere planen.

Karriere bedeuten aber auch einzelne besondere Momente schätzen zu lernen. So zum Beispiel als die Bewerbung von Miriam Löffler eintrudelte, deren Buch mein tägliches Arbeiten begleitet und unterstützt. Ich war fassungslos vor Freude – sie bewirbt sich bei mir! Das Projekt bringt eine neue Art von Sichtbarkeit und Augenhöhe. Das ist mit Sicherheit ein Karrieremoment.

 

Doppeltspitze: Was sind Deine drei Tipps für die Balance zwischen den Kindern zu Hause und dem Kind Business?

Christine: Ganz knifflige Frage! Ich arbeite bestimmt nach Meinung meines Umfelds viel zu viel. Ich habe selbst oft das Gefühl ständig zu arbeiten. Ein Teil davon liegt in meiner Natur. Das Netzwerk sollte mich von Aufträgen entlasten, die nicht genau auf mich zugeschnitten waren. Das Ziel habe ich erreicht. Jetzt organisiere ich in der gewonnenen Zeit das Netzwerk…

Drei Tipps also:

  • Wochenende und Urlaub sind nach Möglichkeit tabu und gehören der Familie.
  • Struktur und Zeitoptimierung – ich versuche immer wieder Prozesse effizienter zu gestalten, meine Zeit zu optimieren, mir selbst Rahmenbedingungen zu schaffen, die mich in meinen Tätigkeiten schneller werden lassen (mein jüngster Versuch mich durch eine virtuelle Assistentin entlasten zu wollen muss allerdings als ein teurer und nicht erfolgreicher verbucht werden…).
  • Mein Familiennetzwerk, das mich unterstützt, und ich gebe es zu: manchmal sind es auch die Power Rangers die mir ein bisschen Freiraum verschaffen ☺

 

Doppeltspitze: Was sind Deine Ziele für die Content Queens?

Christine: Wie es sich für Queens gehört: Berühmtheit! Der Name Content Queens ist eher als Arbeitstitel entstanden. Dann stellte sich aber heraus, dass er alles ausdrückt, was wir sind und sein wollen. Wir stehen für glänzende Inhalte und dafür ist der Name absolut eingängig. Auch wenn er für manche nicht mehr einzigartig klingt, ist genau das das Plus: er ist nicht erklärungsbedürftig. Dass es bereits Agenturen und Netzwerke in anderen Ländern mit gleichem Namen gibt – darin liegt meine Vision: Ich würde gerne alle Content Queens der Welt zusammenbringen, die Länder bereisen, in denen es Content Queens gibt – im arabischen Raum gibt es unglaublich starkes Netzwerk – , deren Besonderheiten kennen lernen und wo immer möglich Verknüpfungen herstellen. Das wäre doch eine großartige Vorstellung, oder? Alle Content Queens der Welt vereint!

 

Doppeltspitze: Was haben wir noch nicht gefragt, das wir aber unbedingt wissen müssen?

Christine: Ich weiß gar nicht mehr, was ich in den letzten 2 Stunden schon alles erzählt habe und was nicht. Vielleicht noch, dass ich ebenso vielseitig bin wie die Frauen im Netzwerk und uns das ausmacht. Dass ich Italienisch spreche und darum weiß, was content(o) eigentlich bedeutet, dass ich immer noch sehr gut schauspielern kann und das auch als Speakerin und Moderatorin einsetze und dass ich noch ganz viele Ideen für Content Queen Projekte habe. Vielleicht auch noch, dass ich das Risiko nicht scheue und mir das schon viele besondere Erfahrungen und Begegnungen eingebracht hat – aber das wäre schon die nächste Story! 

 

Ganz herzlichen Dank für Deine Zeit und die Insights, Christine!

Da wir ja Content Queen und King im Doppel sind, passen wir leider nicht in Dein Format ;-), aber vielleicht kreieren wir ja irgendwann ein königliches Projekt zusammen. Schnittstellen gibt es auf jeden Fall ganz viele.

Es war so kurzweilig, dass wir vergessen haben zu fragen, wo denn nun dieser wunderbare Kaffee herkommt, den wir getrunken haben. Also muss es ein Wiedersehen geben. Bis bald!

 

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