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Das, was wir in den letzten Monaten auf Instagram getestet haben, ist so ein bisschen eine Mischung aus Social Media Learning, Sozialstudie und Selbsttest. Wir nehmen vorweg: schnell sein hilft viel. Viel Text hilft nicht immer viel. Manchmal ist echt zäh. Und insgesamt hat es viel Spaß gemacht. Womit wir das Fazit auch vorweg nehmen – wir machen weiter!

 

Ausgangslage: Wir wollen Instagram verstehen

Die Basics sind natürlich bekannt. Instagram ist eine Plattform, um mit Menschen in Kontakt zu bleiben oder Informationen zu erhalten. Die Bedienung ist denkbar unkompliziert. Außerdem bündelt das soziale Netzwerk viele Funktionen in einer App. Fotos können direkt aufgenommen bearbeitet und geteilt werden. Absolut wichtig: die Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Usern. Kommentieren, Liken oder Direkt-Nachrichten sind nur eine kleine Auswahl des Angebotes und kaum weniger wichtig als der perfekte Post – das #Picoftheday.

Instagram-Stories sind die perfekte Möglichkeit, Inhalte nur für einen bestimmten Zeitraum zu teilen. Vielleicht nichts weniger Wichtiges – aber weniger Perfektes. Nichts für die Ewigkeit, aber ein relevanter, spannender, teilenswerter Moment. Und wenn nicht – nach 24 Stunden ist er auch wieder vorbei. Die enorme Reichweite spricht aus Onlinemarketingsicht stark für Instagram. Für (fast) alle Interessen, Menschen, Unternehmen gibt es passende Profile. YouTube ist die zweitwichtigste Suchmaschine nach Google? Instagram hat in einigen Themenfeldern definitiv das Potenzial dazu!

 

Link-Tipp für Insta-Starter

Für Instagram Starter finden wir den Artikel hier echt wertvoll https://reach-on.de/instagram-fuer-anfaenger/

Und ein paar Insiderfacts dann auch noch: Marketing  – das sind doch die mit den bunten Bildern! Auf den ersten Blick trifft das nirgends mehr zu als auf Instagram. Aber Instagram kann eben auch mit Zahlen, Daten und Fakten (wen wundert es in der Datensammelfamilie Facebook). Wie kommen meine Posts und Stories bei meinen Followern an? Wer ist überhaupt meine Community? Wie kann ich noch mehr Menschen erreichen? Die Insights – sowohl die Story Insights wie auch die Feed Insights – sind ideal, um zu wissen, auf welchen Content Du setzen solltest, wann Du posten musst, wer Deine Stories anschaut. Insights helfen dabei, effizient zu arbeiten. Vor allem wenn man einen Business-Account hat, liefert Instagram perfekte Daten. Und wir lieben Zahlen.

 

Link-Tipp für Insta-Profis

Für Instagram Profis empfehlen wir die Blogartikel von folgerichtig – mehr geht kaum: https://www.folge-richtig.com/instagram-tipps.

 

Instagram: Unsere Kanäle

Wer uns kennt weiß, dass wir auf der einen Seite so ziemlich alles an Informationen konsumieren, was wir finden können, aber noch viel mehr mögen wir Selbsttests. Nicht zuletzt, weil wir unseren Kunden gerne erprobtes Wissen weitergeben möchten. Theoretisch kann ja jeder. Und darum haben wir nicht nur einen, sondern gleich drei Instagram Kanäle.

„Aber zwei davon sind doch Eure privaten Kanäle?“, so oft die verwunderte Aussage, wenn wir von drei Job-Kanälen sprechen. Egal für welchen Social Media Kanal man sich entscheidet – privat ist da wenig. Das versuchen wir allerspätestens unseren Studienstartern an der Hochschule beizubringen. Ein Instagram Kanal mit den Partybildern der letzten 3 Monate kommt beim potenziellen Arbeitgeber ebenso gut an wie vielleicht etwas zu freizügige Posts. Den Kanal privat zu schalten ist eine Option – nur das zu zeigen, was auch wirklich gefunden werden soll, die bessere. Und damit sind unsere Kanäle keine privaten Kanäle. Weil Personal Branding genauso unser Job ist wie authentisches Social Media Marketing. Das ist ein Komplettpaket, dessen Grenzen wir natürlich selbst steuern. Auch das ist oft eine heiße Diskussion: Authentizität bedeutet für uns alles zu zeigen, was relevant ist – aber das ist eben nicht alles.

Für die beiden Einzelkanäle haben wir ganz grob zwei Themen: Sport und Reisen in unterschiedlichen Dosierungen – klassische Instagram Topthemen.

 

@dsp-sven rennt

Sport ist für mich neben der Familie der wichtigste Ausgleich. Ohne geht es nicht – ging es noch nie. Gleichzeitig bin ich ein Mensch, der  sich selbst immer wieder neue Ziele setzt. Es darf nicht langweilig werden. Instagram ist mein eigener Motivator geworden. Nirgendwo sieht man so deutlich Erfolge – erst in Followern, dann in Reichweite, später in Kommentaren. Und hinter alldem steht meine eigene Leistung. Auf die bin ich auf der einen Seite unglaublich stolz. Auf der anderen Seite zeigt sie auch ganz klar die Grenzen  – oder vielmehr die Oberflächlichkeit von Instagram auf. Man wird schnell auf Leistung und Geschwindigkeit reduziert. Es ist schon lustig, wie sehr Menschen glauben mich zu kennen. Hier ein flotter Spruch, da ein Herzchen drunter und schon ist man eine eingeschworene Community ohne sich je begegnet zu sein. Faszinierend – denn wer mich wirklich kennt weiß, dass ich eher sehr dosiert mit „echten“ Likes umgehe. Und trotzdem ist das authentisch. Es geht um meinen Sport, meine Laufziele – und irgendwie immer auch um Doppeltspitze. Den einen oder anderen Follower macht man dann doch auf das Leben außerhalb der Laufbubble aufmerksam. Denn immerhin gibt es auch auf dem Sportkanal immer Text UND Bild! Das freut mich dann umso mehr. Denn echtes Interesse bestärkt doch mindestens genauso wie das Lob für die gute Pace.

 

@dsp_julia reist

#Julias Juli war ein Experiment. Wenn man während Corona nicht reisen kann, dann grabe ich mal Urlaubsbilder der letzten Jahre aus und nehme Euch 31 Tage lang mit auf Weltreise. Spaß hat es gemacht und ein bisschen wehmütig. Darauf angesprochen wurde ich von ganz vielen Menschen. Erstaunlicherweise hatte ich von denen nie ein Like auf nur einem Bild. Instagram hat eben auch eine riesengroße „Stalker-Community“ – gar nicht mal im negativen Sinne. Dort sind ganz viele stille Beobachter unterwegs, die jedes Bild sehen und wohlmöglich sogar die Texte lesen, aber absolut passiv bleiben. Das hat mich sehr gewundert. Und ist in Sachen Sichtbarkeit natürlich enorm wichtig – weshalb auch hier die Insights definitiv die offensichtlichen Zahlen toppen.

Die aktive Travel Community auf Instagram hingegen ist ziemlich überfüttert. Wenn es nicht das perfekt nachbearbeitete Bild ist, dann wird es dort nichts mit dem ganz großen Wurf. Es steckt eben auch keine Leistung hinter dem Sonnenuntergang, die man loben und kommentieren könnte. Oder ich bin eben doch zu dick, alt und hässlich – oder warum hat mein Video, bei dem ich mich so elegant in den Pool fallen lasse, nur einen Bruchteil der Aufrufe von dem bekommen, auf dem einfach nur das menschenleere, endlos weite Meer fast unbeteiligt vor sich hin wogt :-)?

 

@doppeltspitze… arbeitet?

Der Doppeltspitzekanal darf so ziemlich alles. Und er musste auch schon viel ertragen. Anfangs ganz ordentlich und schematisch sind wir irgendwann aufgrund unsere Lebensachterbahnfahrt hinter den selbstgesteckten Plänen nicht mehr hinterhergekommen. Dann durfte es bunt werden, die fast schon legendären Doppeltspitze-Selfies kamen hinzu  und heute gibt es für diesen Kanal eigentlich keine Regel mehr.  Oder doch – vielleicht sogar drei

  • die Story muss immer laufen;
  • ein vernünftiger Text gehört für uns verpflichtend dazu;
  • Mehrwert und Authentizität stehen auch hier an erster Stelle.

„Aber habt Ihr über Instagram schon Aufträge generiert?“ Lustig – diese Frage, ab wann man messen kann, ob sich Social Media lohnt, bleibt ein Dauerbrenner.  Ja, haben wir mit Sicherheit. Aber da wir tatsächlich bis heute selbst noch keine Social Ads geschaltet haben, können wir das nicht mit absoluter Sicherheit sagen.  Aber es gibt kaum jemanden mit dem wir in Kontakt sind, der uns nicht irgendwo auch über Instagram schon einmal über wen Weg gelaufen ist. Und allein das rechtfertigt jede Aktivität dort. Ganz nebenbei ist es für uns der Kanal mit dem größten Spaßfaktor.

 

Fremdkanalerfahrungen via Instagram

Fast alles, was wir ausprobiert haben, ist an irgendeiner Stelle in eine Kundenstrategie eingeflossen. Wobei eines feste Vorgabe ist: Instagram Kanäle für Kunden müssen immer eine Content Strategie haben und sind immer Koproduktionen. Je weniger tägliches Leben gepostet wird bzw. je weniger Menschen im Vordergrund stehen sollen, desto eher können wir einen Kanal autark bespielen. Am schönsten ist eine Kombination – wir übernehmen den Feed und der Kunde die Stories. Oder wir bekommen Bildmaterial zugespielt und dürfen uns in Worten austoben. Daraus entstehen tolle Doppelerfolge. Aber auch ein ganz strukturierter Kanal mit regelmäßigen Posts und Fachtexten hat inzwischen seine Liebhaber gefunden. Instagram ist eine echte Content Spielwiese mit enormem Potenzial! Es müssen nicht immer der schnellste Lauf oder der Insider Reisetipp sein. Mehrwert ist allerdings zwingend notwendig. Oder Originalität.

 

@Best Practice

Oft werden wir auch gefragt, welche Kanäle wir besonders mögen. Das können wir kaum beantworten. Wir mögen Menschen und sind interessiert an deren Geschichten. Darum mögen wir auch jeden ihrer Kanäle! Aber es gibt schon ein paar außergewöhnliche Beispiele. @boyfriends_of_insta zum Beispiel ist echt lustig – denn wir haben doch alle schon einmal irgendwelche sich verrenkenden Menschen auf der Jagd nach dem perfekten Bild beobachtet… Oder @magnumphotos mit unglaublich beeindruckenden und nachdenklich machenden Bildern von diversen Fotografen rund um die Welt. Für Ordnungsfanatiker wird @symmetrybreakfast ein Traum sein. Und jede Menge Memes (absoluter Hit!! Wikipedia sagt dazu: Unter dem Begriff Meme (ausgesprochen [miːm], Mehrzahl Memes) werden verschiedene Manifestierungen eines Kulturphänomens zusammengefasst, das sich durch das Verbreiten kleiner Medieninhalte mit einer meist humoristischen, aufheiternden oder manchmal auch satirischen und entsprechend gesellschaftskritischen Aussage kennzeichnet) zum Durchscrollen gibt’s auf @mytherapistsays.

 

Ausblick: Eine Hassliebe mit starker Tendenz zu Liebe

Haben wir Instagram verstanden? 

Auf gar keinen Fall ;-)! Aber wir wissen eine Menge mehr über uns. Wir können abschätzen was wie viel Zeit benötigt und womit wir uns wohlfühlen.

Den Algorithmus hinter Instagram zu verstehen – das ist eine kleine Kunst für sich und eine, die keine wirklich lange Halbwertzeit hat. Denn immerhin drohen ständig neue soziale Netzwerke mit neuen Features auf dem Marktplatz der sozialen Medien und zwingen Instagram zu Veränderungen. Den chronologischen durch den „intelligenten“ Feed zu ersetzen war dabei schon ein großer Marketingwurf. Das Hauptziel von Instagram bleibt aber, seine Nutzer möglichst lange auf der Plattform selbst zu halten. Zeit ist somit einer der wichtigsten KPIs für die Entwickler hinter der Plattform. Denn Verweildauer bringt Werbeeinnahmen. Das merkt man nicht zuletzt an der Anzahl der gesponsorten Stories gegenüber den „echten“.

 

Unser Zwischenfazit:

Baut Beziehungen auf, zeigt, was Eure Interessen sind und haltet Eure Kanäle aktuell.

Und egal wie schnell man rennt: eine Community auf Instagram aufbauen ist kein Sprint, sondern ein Marathon!

Und der ist auf jeden Fall noch unser Doppel-Ziel!

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