Julia Collard & Sven Schnitzler
Best Practice Sharing – Website Design

Best Practice Sharing – Website Design

Der Schlüssel zum Erfolg soll beim Website Design grundlegend in der strukturellen Einfachheit und dem Fokus auf das inhaltlich Wichtigste liegen. Aber ist unsere Aufgabe hier nicht noch so viel mehr?

Nichts steht fest

Im modernen Marketing und durch dessen ständige Veränderung gibt es wohl kaum noch Dinge, die wir im Online Bereich für selbstverständlich halten können – ein Paradebeispiel dafür ist wohl immer noch die Meinung vieler, dass eine einfache Online Präsenz in Form einer (Baustein)Website schon zum Überleben ausreiche. Sind wir ehrlich – egal welches Unternehmen wir betrachten, die jeweilige Zielgruppe erwartet geradezu, dass mindestens eine Unternehmenswebsite vorhanden und diese dann bitte top responsive und designed ist. Die direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, 24/7 Chatfunktion, Emotionalität und Persönlichkeit etc. mal ausgelassen.

Weiterhin, ist es auch gar nicht verwunderlich, dass

…knapp 95% bejahen, dass die persönlichen ersten Eindrücke zu einer Website auf reinem Design beruhen…

Traffic & Leads

Und auch wenn wir beim Durchforsten anderer Websites schnell feststellen können, dass das Internet mit Webdesign gefüllt ist, was auf diversen Ebenen alles andere als zielführend ist:  

Unsere Websites sollten neben all‘ den anderen Maßnahmen und Wegen nach wie vor von uns als eines der wichtigsten Fahrzeuge im WWW zur Generierung von Traffic und Leads wahrgenommen werden – und daher auch ganz klar immer wieder neue, innovative Aufmerksamkeit bekommen.  

Wenn wir kurz auf das Thema Outsourcing verschiedener Online Marketing Aufgaben zurückkommen, fragen sich viele unter Euch nun wahrscheinlich, ob wir nicht davon ausgehen können, dass das Webdesign bereits durch unsere engagierten Online-Agenturen von vorne herein optimal gestaltet und danach ohnehin stetig hinterfragt und verändert wird. Schön wäre das! …meistens passiert letzteres aber doch immer durch ein gemeinsames Gespräch und Zuruf der Verantwortlichen im eigenen Unternehmen, oder? Kommunikation ist die Grundalge für Content und Story – egal ob Ihr Euch selbst ans Werk macht oder mit einer Agentur. Je besser die Chemie, die Individualität und das Bauchgefühl, desto eher wird es Eure Website, der Spiegel Eures Business, Eures Ichs!

Geht auf Eure Customer Journey!

Ist es nicht auch total spannend und effektiv, sich selber in regelmäßigen Abständen in die Rolle des Kunden zu zwingen?

Und damit meine ich als Team aus unterschiedlichsten Mitarbeitern verschiedener Aufgabenbereiche und individuellen Präferenzen –  mit dem Ziel selber die Customer Journey auf der eigenen Website zu leben? Nützliches Feedback bekommt man nämlich tatsächlich oftmals von genau den Kollegen, die sich mit dem ganzen „Online Website Quatsch“ im Unternehmen in der Regel nicht beschäftigen. So lassen sich also mit dem Mix aus eigenständigem Erleben und fundierten Ansätzen der Werbepsychologie die eigenen Websites hinterfragen und in mehr als nur reine Umwandlungsmaschinen vom „Interessenten zum Kunden“ umgestalten.

4 Sharing Tipps

Welche Tipps möchte ich Euch dafür als grundlegende Ansätze für erfolgreiches Webdesign mit auf den Weg geben?

1. Konsistentes Branding

Damit meine ich nicht nur Logoplatzierung, die Einhaltung der Corporate Farbcodes und Schriftarten. Vielmehr geht es darum, Designelemente an die Werte des Unternehmens anzupassen und mit ihnen auf jeder Unterseite gleichermaßen zu spielen. Vorreiter für mich ist dabei ganz klar, what else, Apple: Insbesondere die Seite des neuen iPhone Xs (https://www.apple.com/iphone-xs/) verkörpert das, was das Smartphone ausmacht: Eleganz, nützliche Tools und schlankes Design. Einfach klasse, wie Kunden anhand ihres Scroll Verhaltens hier wahrhaftig in den Bann gezogen werden! Halten wir fest: Vordergründig geht es also auch hier wieder von Anfang an ganz klar um die Frage, welche Story man über sein Produkt erzählen möchte.

2. „Weißen Raum für visuelles Ausatmen“

Wenn man drüber nachdenkt, eigentlich klar und wieder so selbstverständlich – leider oftmals aber trotzdem nicht umgesetzt. Achtet unbedingt darauf, dass zwischen allen Elementen genug weißer Raum ist, damit jedes Modul für sich wirken und seine Platzierung auch das erzielen kann, was man sich wünscht. Wenn man über Analytics und die bekannten Tools hinaus, sich noch an einem weiteren Werkzeug bedienen möchte, um die Qualität der einzelnen Seiten zu tracken und Platzierungen zu optimieren, ist „CrazyEgg“ zu empfehlen. Mit dem Tool lässt sich anzeigen, wohin Besucher einer Website klicken oder wie weit sie scrollen und wo sie stehen bleiben. Visualisiert wird das Ganze ebenso mit Heatmaps; darüber hinaus kann analysiert werden von welchen Seiten die Nutzer kommen und wie das ihr Verhalten beeinflusst.

3. „Drittelregel“ und Kontrast

Die Drittelregel hat vor allem in der Fotografie und Kunst seine Anwendung gefunden – sie ist aber genauso brauchbar für die Gestaltung einer Website. Dabei geht es darum, ein Raster aus zwei horizontalen und zwei vertikalen Linien anzufertigen und die jeweiligen Schnittpunkte als Punkte für Call to Action Buttons oder wichtige Informationen im jeweiligen Websiteausschnitt zu nutzen. Wenn man an diesen wichtigen Stellen dann noch Farbgebung und Kontraste zu seinem Vorteil einsetzt, können bei weitem mehr Klicks an der richtigen Stelle erzielt werden.

4. Emotionen erwecken

Wir sind allesamt darauf programmiert, menschliche Gesichter zu lesen, egal ob wir jemanden persönlich sehen oder ein Foto auf einer Website betrachten. Ausdrücke können beeinflussen – daher nutzt diese beispielsweise, in dem die Person im Bild auf einen prägnanten Slogan oder Call to Action Button blickt. So werden sich auch die Website Besucher dazu gezwungen fühlen und umso mehr Aufmerksamkeit ist generiert.

Diese Tipps berücksichtigt, habt Ihr natürlich längst keine perfekt funktionierende Website – Stichwort Content, CMS, SEO, SEA etc. – Endlose Schleife! …aber ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan.

start – write – design – improve – repeat

Und eins lässt sich final ebenso festhalten: Sich das Ziel zu setzen, die eigene Website irgendwann als „perfekt“ empfinden zu wollen, wäre absolut falsch und ernüchternd. Dafür ist die Konkurrenz zu wach und die eigene Kreativität endlos – jeden Tag neu anzugreifen, ist daher das verdammt Richtigste!

Autorinnenprofil

Kim Kersting ist Teamleiterin Marketing der Europäischen Fachhochschule.

Nach ihrem Bachelor in Industriemanagement und dem Master in Marketingmanagment verantwortet sie seit April 2018 den Bereich Online Marketing, den sie selbst maßgeblich aufgebaut und zu ihrem Traumjob gemacht hat.

Kim ist die erste „feste“ Mitautorin bei #netzwerkblog und auch hier für alles rund um Social Media und Online Marketing die Fachfrau!

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