Julia Collard & Sven Schnitzler
Bergfest im virtuellen RTW – #netzwerktalk zum Projekt Ausbildung mit VR

Bergfest im virtuellen RTW – #netzwerktalk zum Projekt Ausbildung mit VR

#68 Gastbeitrag des DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V.

 

Das Projekt Ausbildung mit VR des DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. ist im Mai gestartet – die Förderphase läuft bis November. Wir haben uns mit den Projektpartnern Ralf Hoffmann und Thomas Pilz unterhalten.

 

Ralf in zwei Sätzen – wer bist Du – was machst Du?

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur dabei helfen, es in sich selbst zu entdecken sagte einmal Galileo Galilei. Als Geschäftsführer des DRK Kreisverband Herford-Stadt e.V. versuche ich dieses Motto im Rahmen von Personalentwicklung im DRK umzusetzen.

 

Thomas in 2 Sätzen – wer bist Du – was machst Du? 

#einfachmachen ist mein Motto und dabei darf auch gerne mal etwas „explodieren“. Gute Ideen und Projekte brauchen Menschen, die den Mut zur Lücke haben – einer davon bin ich.

 

Ralf – was motiviert dich zur Digitalisierung im Ehrenamt?

Digitalisierung ist ein großes Zukunftsthema. Gemeinsam mit unserem Ehrenamt wollen wir die Zukunft gestalten und uns den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen stellen. Gleichzeitig zeigen wir neue Wege des „lebenslangen Lernens“ auf und motivieren Menschen, die sich für das DRK engagieren mit uns diesen Weg zu gehen. Und das Ganze macht auch noch Spaß, weil Menschen mit den verschiedensten Kompetenzen sich bei dem Thema Digitalisierung mit einbringen und zusammen was entwickeln und umsetzen.

 

Thomas – mit Digitalisierung von sozialen Projekten kennst Du Dich ja schon aus. Was macht den Reiz dieses Projektes aus?

Der Blick in die glücklichen und zufriedenen Gesichter der Menschen, für die was das alles tun, der ist einfach unbezahlbar. Teilhabe und virtuelle Barrierefreiheit ermöglichen und die Menschen, die es betrifft in den Prozess (auch die Produktion) einbinden – das ist Teilhabe / Inklusion und das ist „Freiheit“.

 

Ralf – für Dich stehen die Menschen in Deinem Kreisverband an erster Stelle – warum virtuelle statt (oder zusätzlich zur) analoge Ausbildung?

Virtuelle und analoge Ausbildung sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich wie zwei Puzzleteile, aus denen ein neues Bild entsteht. Jedes für sich kann auch alleine stehen aber gemeinsam schaffen sie einen Mehrwert. So ist es auch mit der Ausbildung im virtuellen Raum. Diese neue Möglichkeit eröffnet neue Perspektiven des Lernens, Zeit- und Ortsunabhängig. Routinen können besser eingeübt werden und es ist realitätsnah, was mit einer rein analogen Ausbildung nur sehr schwer und in einem begrenzen Rahmen möglich ist. Das, was im analogen gelernt wurde lässt sich schnell im virtuellen umsetzen, überprüfen und neue Lernerfahrungen stellen sich ein. Am Ende ist es eine Qualitätssteigerung und gibt dem Lernenden neue Sicherheiten für reale Einsätze, ähnlich wie die Ausbildung von Piloten bei der Lufthansa, die auch immer wieder ihre Flüge im Simulator üben.

 

Thomas – Du bist Netzwerker durch und durch. Wie hast du die ganzen Projektpartner akquiriert?

#gemeinsamwirken um in Zukunft noch effektiver Leben retten und schützen zu können. Mit der Türe ins Haus fallen ist aktuell die beste Strategie. Kein verklausulierter und diplomatischer Verkaufs- und Werbe-Sprech. Davon bekommen die Marketingabteilungen der großen Unternehmen tagtäglich schon genug. „Wir optimieren die Aus- und Weiterbildung für Rettungssanitäter*innen bei DRK mit VR. Eine wichtige Aufgabe zum Wohle der Zivilgesellschaft und Sie können uns dabei helfen“.

 

Ralf – an welcher Stelle wünschst Du Dir mehr Unterstützung für das Ehrenamt und von wem?

Ehrenamt ohne Unterstützung funktioniert nicht, denn Engagement kostet immer Geld. Wir freuen uns grundsätzlich über jegliche Form von Unterstützung, ob finanziell, personell, materiell oder ideell. Hilfreich wäre eine Unterstützung in Form von finanziellen und materiellen Zuwendungen, die wir für das Vorankommen des Projektes benötigen. Angefangen bei speziellen Soft- und Hardwarespenden, der Zurverfügungstellung von Fachwissen und Arbeitszeit, bis hin zur finanziellen Unterstützung um Overhead- und Personalkosten zu finanzieren, ohne die kein Projekt entwickelt werden kann.

 

Thomas – was steht in den nächsten drei Monaten auf dem Programm?

Der RTW Simulator, der am 30.03.2019, auf dem 5. Freiwilligen- und Ehrenamtstag in Münster, von Michael Hüter gezeichnet wurde, war damals so eine vereinfachte Visualisierung von Ausbildung mit VR. Schon in den nächsten Wochen werden gleich zwei verschiedene RTW Simulatoren Realität. Wir machen die ersten Schritte zur Skalierung des Projekts innerhalb der DRK Strukturen. Darüber hinaus starten die Gespräche mit den anderen Wohlfahrtsverbänden und dem THW. 

 

Ralf – was hat @AusbildungmitVR für Dich persönlich bisher bewegt?

@AusbildungmitVR hat für mich eine ganze Menge bewegt. Wir haben eine Menge neuer Netzwerkpartner und tolle Menschen kennen gelernt, mit denen wir uns austauschen, die uns unterstützen und die das Projekt mit begleiten und mit voranbringen. Digitalisierung als Querschnittsaufgabe, und speziell im Ehrenamt, ist auch ein Organisationsentwicklungsprojekt was viel Bewegung in eine Institution bringt und wo es gilt alle mitzunehmen. Letztendlich ist es immer auch ein Teamprojekt, wo wir nur gemeinsam die Ziele erreichen können. Es ist ein tolles Gefühl, wenn wir als Team weitere Schritte in @AusbildungmitVR vorangekommen sind.

 

Thomas – wo hat @AusbildungmitVR Dich bisher überrascht?

Der Zuspruch und die Unterstützung durch Unternehmen und die Beteiligung aus der Zivilgesellschaft. Es scheint für jeden ganz selbstverständlich zu sein das Projekt zu unterstützen. So wie die Menschen ganz selbstverständlich auf Hilfe setzen, wenn Sie 112 anrufen, so selbstverständlich verstehen sie, dass die gerufenen Retter optimal unterstützt werden müssen. Einfach schön, den Zusammenhalt zu erleben.

 

Ralf – Hast Du ein Traumziel für dieses Projekt?

Mein großes Ziel ist, dass wir langfristig das Projekt @AusbildungmitVR auf gesicherte Beine stellen und damit langfristig die Qualität der Ausbildung im Ehrenamt sichern und bereichern. Mein Traum ist, dass so eine neue Form des lebenslangen, orts- und zeitunabhängigen Lernens möglich wird und wir viele Menschen für ein Engagement im DRK als modernen, zeitgemäßen Verband gewinnen können, bei dem Spaß und Freude beim Tun nicht zu kurz kommen.

 

Danke Euch beiden für die Insights und wir sind gespannt auf die nächsten 3 Monate!

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