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Netzwerktalk mit Verena Bender, Personal Branding Coach

Liebe Verena, von Brühl nach Köln und umgekehrt ist es ein Katzensprung und eigentlich müssten wir es alle drei schaffen, uns auf unseren Laufrunden zu begegnen. Und doch sind es eher die sozialen Medien, in denen sich unsere Wege fast täglich kreuzen. Darum freuen wir uns umso mehr auf den #netzwerktalk mit Dir!

 

Doppeltspitze: Die Einleitung sagt es schon – ein Job allein reicht Dir nicht. Was sagst Du spontan, wenn Du nach Deinem Beruf gefragt wirst?

 

Verena Bender: Oh, da startet ihr ja schon mit einer schwierigen Frage. Es kommt oft drauf an, WER mich fragt. Meistens sage ich „Journalistin“, denn das ist für mich ein gesundes Fundament, auf das ich mein Wissen als Personal Branding Coach und PR-Managerin aufbaue. Ich sage auch gerne: „Ich helfe Menschen, mit ihren Stärken und ihrer Leidenschaft sichtbar zu werden.“

 

Doppeltspitze: Public Relations – wie definierst Du den Begriff und wie hat sich PR im Laufe der letzten – nehmen wir mal 10 – Jahre gewandelt?

 

Verena: Also PR ist für mich im besten Fall das Vermitteln von Emotionen, oft in Verbindung mit dem Erzählen von Geschichten, auch wenn ich den ausgelutschten Begriff „Storytelling“ nicht mehr hören kann. PR ist für mich, wenn die Botschaft, die ich transportieren möchte, bei den Menschen, die ich erreichen will, ankommt und das ist in der Regel mit Emotion verbunden.

 

Doppeltspitze: Dein Job bei Position Public Relations hat Dich auch schon auf den echten roten TV Teppich geführt – wie ist es bei den Stars & Sternchen?

 

Verena: Ja, ich war auf vielen roten Teppichen. Aber eben zum Arbeiten. Früher musste ich Freunden immer erklären, dass ich nicht auf Veranstaltungen bin, um auf der Aftershowparty zu tanzen (dazu bin ich nach einem Veranstaltungstag in der Regel viel zu k.o. und meine Füße tun mir unfassbar weh – auch wenn ich nach meiner ersten ECHO-Verleihung NIE wieder Schuhe mit Absatz beim Arbeiten getragen habe… man, war das dumm… ;)… ) und auch nicht, um Autogramme zu besorgen oder ähnliches.

Wir sind bei Position PR ein großes, gut eingespieltes PR-Team. Bei Roten Teppichen hat jeder seine Aufgabe. Da ich für die Fernseh-PR zuständig bin (das bedeutet Drehs zu organisieren, Gäste in Talkshows platzieren und vor Ort „betreuen“ uvm.), „kümmere“ ich mich auf dem Red Carpet um die Kollegen vom Fernsehen. Nicht dass die nicht selber wissen, was sie zu tun haben. Doch in der Regel stehen die hinter einer Absperrung und kommen nicht direkt an die Prominenten auf dem Teppich ran und damit sie nicht schreien müssen, um ein Interview mit Promi XY zu bekommen, spreche ich vorher mit allen ab, wen sie brauchen und wenn besagter Promi auf den Teppich kommt, sorge ich dafür, dass sie das Interview bekommen. Und in solchen Situationen bin ich einfach im Arbeitsmodus. Da ist es egal, ob der Besitzer eines Sternerestaurants zum TV-Team begleitet und ggf. gebrieft werden muss oder ob es sich um Paris Hilton oder Liz Hurley handelt. Alles sind Menschen, die mit der gleichen Professionalität behandelt werden. Aber zugegeben: Backstage ein Augenzwinkern von Robbie Williams oder ein kurzes Gespräch am Teppich mit Kiefer Sutherland-, der für mich nur Mr. Präsident war, weil ich zu der Zeit die Serie „Designated Survivor“ gesuchtet habe,- daran denke ich gerne.

 

Doppeltspitze: Schreiben, Lesen, Interviewen – welche Art der Kommunikation magst Du am liebsten?

 

Verena: Das kann ich beim besten Willen nicht sagen! Was das Lesen angeht: Nur Bücher. Lange Texte im Netz oder –noch schlimmer: auf dem Smartphone – sind nicht mein Ding.

Und kurz drüber nachgedacht: Derzeit führe ich am liebsten Interviews. Ich bin so dankbar für meine wundervollen Interviewgäste bei „Be your Brand“. Und habe so unfassbar viele Fragen, weil ich am liebsten alles über mein Gegenüber wissen möchte. Ich mag es sehr, einfach zuzuhören und zu lernen.

 

Doppeltspitze: Jeder Talkgast in Deinem Podcast „Be Your Brand“ ist einzigartig – aber wer ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben? Oder welcher Satz?

Verena: Auch das ist eine echt schwierige Frage. Ganz spontan fällt mir jetzt als erstes Kai Diekmann (der ehemalige Chefredakteur der BILD-Zeitung) ein, als er offen sagte, dass ihm bewusst sei, dass er mit BILD Karrieren zerstört habe. Aber auch mein Gespräch mit dem Journalisten Richard Gutjahr war absolut bewegend und ist mir sehr, sehr lange im Gedächtnis geblieben. Da es mir schwerfällt, seine Geschichte kurz zusammenzufassen, kann ich nur empfehlen mal in die Folge reinzuhören.

Doppeltspitze: Das Treppenselfie – Dein Markenzeichen auf Instagram. Wann war Premiere und wie ist es in Serie gegangen? 

 

Verena: Wow, da musste ich selber nachschauen: Das erste war tatsächlich vom 07. März 2016. Verrückt. Aber so wirklich „in Serie gegangen“, wie ihr es nennt, ist es m 03. Juli 2018. Also teile ich seit über zwei Jahren auf meinem persönlichen Insta-Account (@prleben) nur Treppenselfies. Und warum es in Serie gegangen ist!? Ganz ehrlich: Aus „Verzweiflung“. Dieses ständige Suchen nach dem „perfekten“ Insta-Foto ist definitiv nicht meins. Ich habe mich für die Treppe entschieden und es einfach beibehalten. Mir geht es mehr um den Text unter den Bildern. Dass sie in keiner Weise den „Instagram“-Anforderungen entsprechen, ist mir bewusst.

 

Doppeltspitze: Was hat es mit Deiner Personal Branding University auf sich?

 

Verena: Unter diesem Label habe ich mein Coaching-Business gebündelt. Da PRleben, der Titel meines Blogs, schon vor über fünf Jahren entstanden ist und sich mit mir entwickelt hat, vom Namen her zu wenig mit Personal Branding zu tun hat. Und da auch beim Podcast-Titel „Be your Brand“ nicht direkt die Bezeichnung „Personal Branding“ enthalten ist, habe ich mir diese Seite personalbrandinguniversity.de und den entsprechenden Instagram-Account (https://www.instagram.com/personal_branding_university/)  gesichert. Das Ganze ist noch ein Baby, das ganz sicher in den kommenden Jahren wachsen wird. Ich habe noch einiges vor…

 

Doppeltspitze: Sichtbarkeit ist ein großes Thema für Dich – insbesondere in Bezug auf die Menschen, die Du sichtbar machst. Wo möchtest Du selbst sichtbar sein und Spuren hinterlassen?

 

Verena: Wow, das ist auch eine große Frage. Beruflich gesehen wünsche ich mir, dass Menschen, die gerne sichtbarer werden möchten, wissen, dass ich diejenige bin, die ihnen dabei hilft – um ihretwillen! Ich liebe, es zu sehen, wie meine Klient*innen wachsen und selbstsicher(er) die für sie /ihn genau richtigen Schritte in die Sichtbarkeit wagen. Ich fiebere beim Step zu mehr Reichweite, bzw. Reichweite in genau der richtigen Zielgruppe (es geht immer um Qualität und nie um Quantität) mit.

Was ich mir wünsche ist, dass Menschen, die auf der Suche nach Unterstützung im Bereich Personal Branding sind, direkt auf mich stoßen und wissen, wie sie mit mir in Kontakt treten können.

 

Doppeltspitze: Corona hat uns alle auf die ein oder andere Weise ausgebremst – und wenn es „nur“ eine Reise ist. Was musstest Du schweren Herzens canceln und welche Chance hat sich vielleicht auch neu ergeben?

 

Verena: Canceln mussten wir unsere Thailandreise im Frühjahr, auf die ich mich wirklich sehr gefreut hatte.

Neue Chance: es ist unglaublich, wie viele Menschen in der Zeit den Lockdowns -und auch jetzt noch-gemerkt haben, wie wichtig es ist, an der eigenen Sichtbarkeit zu arbeiten. Ich habe unfassbar viele Coachinganfragen und mein Coaching-Modell in der Form geändert, dass ich meine Trainings nun 1zu1 via Zoom durchführe. So kann ich viel mehr Klienten annehmen, als wenn ich immer in eine andere Stadt reisen muss, wir können uns trotzdem in die Augen schauen und intensiv zusammen arbeiten. Es muss nun auch nicht mehr direkt ein halber oder ganzer Tag gebucht werden, sondern ich coache stundenweise ganz individuell.

 

Doppeltspitze: Liebe geht durch den Magen – trifft auf Dich zu, oder?

 

Verena: Definitiv. Das ist aber eine sehr persönliche Frage. Doch es stimmt – und da wird mir wieder bewusst, wie nah einem Menschen durch die Insta-Story (die ich viel lieber mag, als den Feed) kommen. Mein Mann ist ein fantastischer Hobby-Koch und ich liebe es, mich am Wochenende von ihm bekochen zu lassen. Wobei wir auch gerne zusammen kochen.

 

Doppeltspitze: Fahrradsattel – roter Teppich – Dachterrasse. Wo ist Dein Lieblingsort?

 

Verena: Dachterrasse! PS: Genau da sitze ich jetzt und beantworte eure Fragen. Vielen Dank, dass ich dabei sein darf!

 

Herzlichen Dank für Deine Insights, für den Blick hinter den Schweinwerfer und Dein Mikro und das echte Treffen schieben wir besser – sobald möglich – nicht mehr auf. Man weiß nie, was passiert und was dieses bunte Leben noch so für uns bereithält.

Hauptsache ist wohl authentisch zu bleiben.

Und lernbegeistert!

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