Julia Collard & Sven Schnitzler
What´s next

What´s next

#Abitur – was nun? Wir haben die #GenZ gefragt, was der #Meilenstein bedeutet & was jetzt ansteht. Und wir haben uns gefragt, was #lebenslangesLernen damit zu tun hat.

Was ist geworden aus „nie mehr lernen – School´s out forever“?

What´s next

Es wird so oft ÜBER die Generation Z geredet, selten MIT ihr. Dabei gibt es nicht erst seit den #FridaysforFuture die Gewissheit, dass unser Nachwuchs durchaus etwas zu sagen hat.

Wir haben in der letzten Woche die Abiturienten zu Wort kommen lassen:  wo stehen sie in Zeiten von digitaler Transformation, ständigem Wandel, Führungskräftenachwuchs und lebenslangem Lernen?

Beruhigend: Sie stehen oftmals ganz solide auf ihren Beinen. Und sie haben ebenso grundständige Wünsche für die Zukunft: Sie wollen zufrieden sein. So unkonkret die Aussage, so unterschiedlich auch der künftige Weg.

Egal, ob es jetzt erst einmal ins Ausland geht, eine Ausbildung, ein Studium, ein Praktikum oder ein FSJ anstehen… Ein Schritt von vielen weiteren ist geschafft – tatsächlich der erste Meilenstein.

„Schule ist die beste Zeit des Lebens“

– das bekommt man doch als Schüler so gerne gesagt… Aber sie ist es eben nicht wegen der Inhalte, des Systems oder der Schulferien. Es sind die Menschen, die die Zeit zur besten Zeit des Lebens machen.

Schule sollte ein Umfeld sein mit Menschen, die beim Lernen unterstützen, die neugierig machen – und das muss auch nach der Schule bestehen bleiben!

Zum Zeitpunkt des Abiturs stellt sich mehr denn je die Frage nach der Schule der Zukunft. Ein System, das Motivation stärker fördert und anerkennt – sowohl auf Schüler wie auch auf Lehrerseite. Und das nicht immer nur auf Zeit und Leistung ausgerichtet ist. Wie sollen sonst „NewWorker“ aus ihm erwachsen?

Eins ist uns ganz deutlich geworden: Unser Lernverhalten als Eltern färbt auf die Kinder ab. Spätestens jetzt fangen sie an zu realisieren, wie wir mit unsere Zukunft umgehen. Was wir leisten, erreichen wollen, wie unsere Zukunftspläne aussehen. Und wir fangen an, tatsächlich auf Augenhöhe über die Zukunft zu diskutieren. Wenn dabei ein bisschen Stolz auf unsere (Vorbild-)Leistung zurückkommt (denn stolz auf unsere Kinder sind wir ja fast immer!), dann haben wir eine ganze Menge richtig gemacht. Eine gemeinsame Basis geschaffen.

Die GenZ ist beliebt!

Jetzt fängt unser Umfeld an stärker denn je um unsere Kinder als Zielgruppe der Zukunft zu kämpfen. Die Kindersitz- und Spielwarenindustrie wird ersetzt durch den Arbeitsmarkt. Der Generation z stehen alle Türen offen – aber durch welche Tür will sie denn nun gehen?

Wir sprechen so oft von Mentoring, Lernpartnerschaften, Coworking und Jobsharing – beim Lernen fangen wir damit am besten zuhause an.

Eines wollen die Abiturienten (denen bei allem Feiern die Prüfungen ja noch bevorstehen) mit Sicherheit gerade nicht hören: dass dieser Meilenstein des Lernens eben nur ein erster ist. Was sich auf der einen Seite nach einem neuen Lernberg anhört:

  • was studiere ich?
  • welchen Job will ich machen?
  • schaffe ich das?

ist auf der anderen Seite der Weg Richtung eigene Lernbiographie.

Denn ab jetzt wird selbst bestimmt, was gelernt wird. Da wird sich nicht mehr von Klausurphase zu Klausurphase gehangelt und das Ziel nach 6, 8, 10 Jahren ist glasklar – nein. Die Lernwelt wird jetzt bunt. Manchmal ein bisschen undurchschaubar, aber auf jeden Fall absolut spannend. Lernen intuitiv ins Leben zu integrieren – bis zu dem Punkt wird es vermutlich noch einige weitere Jahre dauern.

Aber genau das ist eine der entscheidenden Zukunftskompetenzen.

  • Wie lerne ich?
  • Wann lerne ich?
  • Was lerne ich?

Vieles, was in Zukunft kommt, mag unsicher sin, viel wird sich verändern und manches sicher auch schneller, als wir uns vorstellen können. Aber wir dürfen nicht denken, dass das nur was für die Jüngeren ist. Lernen und Wissensaustausch sind essentielle Fähigkeiten für unsere Zukunftsfitness. Der erste Schulabschluss ist eine Grundlage – fürs Leben gelernt wird lebenslänglich.

 

Mein Abimutter-Wunsch:

Meine Tochter soll nicht „die Zukunft“ unserer Gesellschaft sein, sondern sie soll sie selbst sein dürfen.

Alles andere würde bedeuten unsere Hoffnungen (und gleichzeitig unsere Ängste; im schlimmsten Fall unsere Barrieren Neues annehmen und umsetzen zu wollen) auf die nachfolgende Generation übertragen zu wollen.

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