Julia Collard & Sven Schnitzler
Was bedeutet für mich eigentlich „Karriere“?

Was bedeutet für mich eigentlich „Karriere“?

#38 Gastbeitrag von Kim Kersting, EUFH

Karriere – alles andere als eine idealistische Motivation?

Eine total spannende Frage, die mich aber zuerst tatsächlich an den Klassiker der Klassiker im Vorstellungsgespräch erinnert: „Wo sehen Sie sich in X Jahren?“

Können wir darauf eigentlich eine konkrete, die eine richtige Antwort nennen?

Ist Karriere, so wie es oft nach Definition deklariert ist, tatsächlich nur für die Manager unter uns bestimmt?

Muss es durchweg der Weg auf der Überholspur sein, um Karriere machen zu können?

Karriere gleich Erfolg?

Und wann ist Erfolg gleich Erfolg?

So viele Gedanken mir hierzu kamen, so viel sicherer möchte ich behaupten, dass wir alle irgendwo Karriere machen und dies – jeder für sich – wohl ganz unterschiedlich definiert… und dabei wird jede Aussage dazu aber genau auch diese Daseinsberechtigung haben.

Unsere persönlichen Berufsbiographien sind also vielleicht auch nicht immer der Weg auf der Überholspur – zwischendurch gibt’s einen Halt auf dem Rastplatz, mal länger, mal kürzer, um dann mit umso mehr Power für seine ganz persönlichen Ziele wieder angreifen zu können.

Das Ziel vor Augen

Zum Beantworten der Frage hat mir letztlich dann doch mein direkt erster Gedanke „Wo sehen Sie sich in X Jahren?“ geholfen. Denn meine persönliche Definition von Karriere ist für mich tatsächlich die Antwort auf die zwei folgenden Fragen:

  • Was ist mein Ziel?
  • Und wie gelange ich da hin?

Die Antwort ist damit vielleicht also auch vielmehr eine Momentaufnahme, sodass sich die eigentliche Definition von Karriere im Verlauf der Zeit regelrecht und immer wieder verändert.

Karriere bedeutet für mich zunächst Flexibilität, Freiheit und Selbstverwirklichung. Klick um zu Tweeten

Mit Berücksichtigung des zeitlichen Horizonts, um das Ganze einmal in eine Aussage zu fassen, bedeutet Karriere letztlich für mich zunächst Flexibilität, Freiheit und Selbstverwirklichung. Und wenn ich ganz ehrlich bin, spielen vielleicht auch noch der Mix aus Anerkennung, Geld und Familie eine wichtige Rolle, die das Ganze zu unterschiedlichen Phasen bedingen (wird).

Was ich damit meine?

Karriere beginnt da, wo bei einer genauen Zieldefinition mit gewisser Entscheidungsfreudigkeit ein eigener Weg gewählt wird – mit Möglichkeiten von Freiräumen und Flexibilität (die unternehmensseitig natürlich durch den entsprechenden Führungsstil auch ermöglicht werden müssen). Und lasst Euch diese Entscheidungsfreudigkeit im Unternehmen bloß nicht abnehmen.

Denn dazu habe ich folgenden Gedanken: Welche Person kann oftmals den besten fachlichen Beitrag für etwas leisten? Das ist in vielen Fällen nicht immer zwangsläufig die Person, die derzeitig zum oberen Management gehört. Und damit auch nicht die Person, die auf den ersten Blick auf der Karriereleiter an erster Stelle steht. Auch wenn letztere noch erreicht werden will. 😉

Es geht also darum, die eigenen Potenziale für seine persönliche Zielsetzung zu nutzen und während eines lebenslangen Lernprozesses, die Möglichkeit wahrzunehmen, mit Aufgaben wachsen zu können. Letztere zu bewältigen sowie der Austausch mit Bezugspersonen – ob privat oder beruflich – kann für den jeweils anderen Lebensbereich dabei total wertvoll sein.

Warum also immer die reine Konzentration aufs Büro?

Sich treu sein

Karriere passiert damit für mich insbesondere auch durch die volle Identifikation mit den eigenen Aufgaben. Der Anspruch daran für mich – ganz klar – von stetiger Motivation reden zu können, sodass wir zufrieden mit dem sind, was wir uns mit eigener Kraft geschaffen haben. Und das sollte das eigentliche Fundamentalziel von uns allen sein:

Solange man treu zu sich selbst ist, gelingt Karriere, die tatsächlich erfüllt. Klick um zu Tweeten

Und spätestens dann ist es unsere ganz persönliche Karriere und es kann uns völlig egal sein, wie andere unseren Werdegang bewerten oder ob es dann DIE Karriere in den Augen der Anderen ist.

Autorinnenprofil

Kim Kersting ist Marktingleiterin der Europäischen Fachhochschule.
Nach ihrem Bachelor in Industriemanagement und dem Master in Marketingmanagment verantwortet sie seit April 2018 den Bereich Online Marketing, den sie selbst maßgeblich aufgebaut und zu ihrem Traumjob gemacht hat.
 
Kim ist die erste „feste“ Mitautorin bei #netzwerkblog und auch hier für alles rund um Social Media und Online Marketing die Fachfrau!
Menü schließen