Julia Collard & Sven Schnitzler
#2 Buchrenzension auf #netzwerkblog: Michael Curse Kurth – Stell dir vor, du wachst auf

#2 Buchrenzension auf #netzwerkblog: Michael Curse Kurth – Stell dir vor, du wachst auf

Rezension von Sven

Hintergrund

Warum ich das Buch gelesen habe, hat eine Hintergrundgeschichte:

Musik hat schon immer mein Leben bestimmt und bestimmt es bis heute. Definitiv gewinnt bei mir Musik gegen einen guten Film und gehört zum Entspannen genauso dazu wie zum Auspowern. In  meiner Jugend gehörten auch Curse und seine Musik dazu.

Das Buch habe ich geschenkt bekommen – leider nicht nur, weil das ein Teil meiner Musik ist, sondern wegen eines Schicksalsschlags in der Familie.

Und irgendwie war ja ein solcher auch Schreibanlass für Curse. Vielmehr der Umgang mit dem Leben. Depression trotz nach außen hin perfektem Leben – das ist ja für manche immer ganz unbegreiflich… wenn man doch „alles hat“. Es geht um den Weg zu mehr Ruhe, Ausgeglichenheit und Freude im Leben. Laut Kurzbeschreibung ganz ohne Räucherstäbchen, Mantras und Weltmusik.

An dem Punkt, an dem ich das Buch gelesen habe, greift man nach so ziemlich jedem Strohhalm – oder man will die Hilfe derer, die um einen rum sind, auch irgendwie „annehmen“. Mit Curse als Autor vielleicht eine neue Perspektive von jemanden, den man eigentlich ganz anders kennt und der somit eine neutrale, emotionslosere  Sichtweise von außen hinzubringt.

Was ich teilen kann…

Curse stellt ganz konkret unterschiedliche Methoden zur Entspannung vor. Eine habe ich für möglich gehalten, ausprobiert und für mich genutzt: abends vor dem Einschlafen (oder eben der Unmöglichkeit des Einschlafens) den Tag Revue passieren zu lassen. Ganz langsam und kleinteilig von der Minute des Aufstehens über die Zutaten des Frühstücks und jede kleine Begebenheit – das war für mich Hilfe beim Einschlafen trotz allen Gedankenkarussells.

Was ich nicht teilen kann…

Für mich ist es doch noch zu viel Esoterik und Meditation – das bin ich nicht. Ich wollte und will für mich auch keine neuen Regeln aufstellen – Digital Detox zum Beispiel mag vielen Ruhe bringen. Aber auch wenn ich das Handy mit den ganzen Nachrichten oft zur Seite lege, dann mache ich das nicht bewusst, weil jetzt Abend oder eine bestimmte Uhrzeit ist, sondern weil mir etwas anderes intuitiv wichtiger ist. Und ich möchte mich nicht von Ritualen und Regeln bestimmen lassen.  Aber das ist definitiv Typsache.

Ich bin nicht aufgewacht und alles war gut – das wird es auch nicht. Aber das ist sicher auch nicht Curse Ziel oder das seines Buches. Es ist der Weg, der ihm geholfen hat. Und den teilt er. Das ist mutig und solche Erfahrungen zu teilen hilft auch mit Sicherheit – dem, der schreibt und dem, der liest. Jedem auf seine Weise und wenn es nur ein kleiner Auszug ist. Das Buch lebt vom und mit dem Charakter dahinter. Die Musik hatte ich im Hinterkopf – das hilft mir.

Über den Autor

Michael Kurth, Künstlername Curse (Jahrgang 1978), gilt als ein Wegbereiter der deutschen Rap-Musik, er hat inzwischen sechs Alben veröffentlicht. Außerdem ist er Buddhist, ausgebildeter Systemischer Coach und Yogalehrer und produziert den Podcast ‚Meditation, Coaching & Life‘. Inzwischen ist Curse gefragter Speaker zu den Themen Meditation und Work-Life-Balance und gibt OOOO + X-Workshops. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Neugierig?

Tipp

Das Hörbuch soll noch eine Nummer eingängiger sein, wenn Stimme und Inhalte zusammenkommen!

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