Julia Collard & Sven Schnitzler
Online Marketing: Inhouse vs. Outsourcing #1

Online Marketing: Inhouse vs. Outsourcing #1

#20 Gastbeitrag von Kim Kersting

Online Marketing macht man nicht mal eben nebenbei. Und da Online Marketing vor allem mittlerweile nicht mehr „irgendwie alles Werbung“ ist, ist das Abgeben einzelner Aufgaben im Online Marketing manchmal viel produktiver, als dass überladende Marketing Mitarbeiter neben klassischen Marketing Maßnahmen noch das komplette Online Marketing inklusive der Überwachung von unzähligen (welchen überhaupt?) Social-Media-Kanälen eigenständig übernehmen und obendrauf noch diversen PR-Aufgaben nachgehen.

Im ersten Teil soll es daher zunächst darum gehen, was beachtet werden sollte, bevor entsprechende Marketing Aufgaben Inhouse übernommen werden:

Inhouse funktioniert tatsächlich nur, wenn Infrastruktur, Manpower und Budget stimmen. Das bedeutet natürlich nicht, dass dies ausschließlich immer mit einem großen finanziellen Background zu stemmen ist – man sollte aber wesentliche Faktoren bei der Entscheidung über Inhouse Online Marketing beachten:

Investition in die eigenen Mitarbeiter

– ohne geht’s nicht! Dieser Punkt steht für mich nicht grundlos direkt an erster Stelle. Die Welt des Content- und Performance-Marketings ist so schnelllebig, dass man zu keiner Zeit vollkommen „up to date“ ist. Konstante Weiterbildung, nicht nur durch persönliches Engagement der Mitarbeiter in Form von „Lektürelesen“, sondern ebenso in Form von Messebesuchen, Networking-Veranstaltungen, Seminaren, Zertifikatskursen etc. ist unabdingbar. Das kostet selbstverständlich Zeit und Geld.

Online Budget in Relation zu Personalkosten

Je nach Größe des Unternehmens ist es teils – trotz der essentiellen Wichtigkeit von Online Marketing Maßnahmen – bei Betrachtung des Online Budgets nicht wirtschaftlich, gesondert Experten zu engagieren und hierfür einzustellen. Dieser Punkt wird schnell mal nicht bedacht, ist selbstverständlich aber ein entscheidender Faktor.

Branche

Einhergehend mit dem vorhergesehenen Budget ist sicherlich auch der Aspekt, in welcher Branche Ihr tätig seid. Im klassischen B2B Bereich reichen beispielsweise teils schon gute Websites und Ads aus. Fokus liegt hier oftmals noch auf dem persönlichen Weiterempfehlungsmarketing innerhalb einer stark vernetzen Branche.

Kreativität & Nähe zum Unternehmen bzw. Kunden

Natürlich zählt das Hauptargument, dass Inhouse-SEO beispielsweise eine bessere Kontrolle ermöglicht und die eigenen Mitarbeiter auch für die SEA Kampagnen durch den engen Draht zum Kunden ohnehin das bessere Wording finden und relevanten Keywords kennen. Hierbei gilt es vor allem auf Storytelling zu achten und der Kreativität der verantwortlichen Mitarbeiter freien Raum zu lassen! – Gleiches gilt für das Befüttern von Social Media Kanälen. Eure Story erzählt nur Ihr selbst oder Eure Mitarbeiter. Es sei denn, Ihr findet den perfekten Sparringspartner. Womit wir wieder bei Zeit sind – und bei guter, vertrauensvoller Kommunikation.

Warum also jemanden für Dinge engagieren, die man mit Beachtung dieser Punkte auch selber tun kann? Dies ist eine berechtigte und zentrale Frage, wenn es um‘s Online Marketing geht.

Vor diesem Hintergrund möchte ich Joshua Steimle, CEO von MWI und Autor u.a. für Forbes zitieren:

„I wish I could tell you that based on my experience you should always outsource in Situation A, but always take it in-house in Situation B, but I can’t.“

Passender, wie ich finde, hätte man es nicht ausdrücken können. Es gibt keinen Königsweg oder Leitfaden, anhand welchem über Online Marketing entschieden werden kann.

In der Kombination aus Fachwissen, Preis und Kontrolle lässt sich meiner Meinung nach grundsätzlich eine Online Marketing Strategie auf den Weg bringen – wo aber oft das Problem liegt und was unterschätzt wird, ist das entsprechende technische Fachwissen rund ums Tracking, KPI´s und den Marktstandard. Da geht eben nichts über Experten – und diese findet man vor allem in Agenturen.

Wie man diese Experten umgekehrt für sich gewinnen kann und was bei der Suche nach einer passenden Agentur unbedingt beachtet werden sollte, ist Thema in Teil 2!

Autorinnenprofil

Kim Kersting ist Teamleiterin Marketing der Europäischen Fachhochschule.

Nach ihrem Bachelor in Industriemanagement und dem Master in Marketingmanagment verantwortet sie seit April 2018 den Bereich Online Marketing, den sie selbst maßgeblich aufgebaut und zu ihrem Traumjob gemacht hat.

Kim ist die erste „feste“ Mitautorin bei #netzwerkblog und auch hier für alles rund um Social Media und Online Marketing die Fachfrau! Nebenbei schreibt sie großartig.

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