Julia Collard & Sven Schnitzler
#5 Buchrezension von Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

#5 Buchrezension von Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Rezension von Stephanie Stefanides

Hintergrund:

Als begeisterte Leserin seines Bestsellers „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ war ich gespannt, was Jonas Jonasson seinen Protagonisten Allan Karlsson nun im Nachfolgeband erleben lässt und wurde nicht enttäuscht.

Inhalt:

Zu seinem 101. Geburtstag bekommt Allan von seinem Kumpel Julius Jonsson eine Heißluftballonfahrt an ihrem Dauerurlaubsort Bali geschenkt, wo sie ungeplant ohne Fahrer starten. Als das Gas zu Ende geht, drohen sie im Korb des Heißluftballons irgendwo weit weg draußen im Meer unterzugehen, werden dann aber in letzter Sekunde durch ein nordkoreanisches Kriegsschiff gerettet.

Das Schiff hat allerdings einen geheimen Auftrag, nämlich testweise eine geringe Menge Uran aus Afrika für einen späteren Atombombenbau in Nordkorea zu transportieren. So trifft Allan unverhofft auf den Großen Führer Kim Jong-un. Wie schon im Vorgängerband werden die Erlebnisse des (nun) Hundertundeinjährigen mit politischen Weltgeschehnissen und Persönlichkeiten verwoben.

So wird Donald Trump ordentlich auf die Schippe genommen, Bundeskanzlerin Angela Merkels Tun kommt erstaunlich gut weg. In all seinen Gesprächen mit den genannten Weltpolitikern, Geheimagenten etc. stiftet Allan natürlich viel Verwirrung. Er verfügt nun Dank seines Tablets (sein „schwarzes Tablett“) immer über genug Hintergrundinformationen, um einerseits halbwegs kompetent zu brisanten Themen Stellung zu beziehen und sich aus der Affäre ziehen zu können, andererseits redet er auch so viel unnützes Zeug, dass ihm keiner mehr folgen kann.

So entkommt er vielen brisanten Situationen und landet letztendlich in Afrika, wo er zufällig den großen Urantransport abfängt, dessen Vorgängertestlauf er ja ebenfalls verhindern konnte. Der Weltfrieden ist (halbwegs) wieder hergestellt, sodass sich der Hunderteinjährige am Wasserloch in Afrika nun dem Twittern als neues Hobby widmet.

Sein alter Freund Jonas optimiert derweil mit seinem alten Geschäftspartner und neu gewonnenen Freunden in Kenia den Spargelanbau, den er vorher schon anderenorts (schwedischer Spargel aus Peru) betrieben hatte. Dieser wurde nun in Deutschland als „Spargel aus der Region“ günstig verkauft und beschert ihnen ein gesichertes Einkommen in Afrika.

Fazit:

Am Ende des Buches stellt der Hunderteinjährige fest, dass er zu viel denkt.

Ob das dazu führt, dass es ihn wieder zu neuen Zielen zieht, die Weltrettung weiter verfolgt werden muss und wir irgendwann Neues vom Hundertzweijährigen hören? Ich bin gespannt und würde mich freuen!

Über den Autor:

Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete nach seinem Studium in Göteborg als Journalist unter anderem für die Zeitungen „Smålandsposten“ und „Expressen“. Später gründete er eine eigene Medien-Consulting-Firma. Doch nach 20 Jahren in der Medienwelt verkaufte er seine Firma und schrieb den Roman, über den er schon jahrelang nachgedacht hatte: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Das Buch wurde zunächst in Schweden und später weltweit zu einem Bestseller.

Jonassons weitere Romane „Die Analphabetin“, die rechnen konnte sowie „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ wurden ebenfalls sofort Nr.-1-Bestseller.

Neugierig?

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