Julia Collard & Sven Schnitzler
Die erste Runde #netzwerkblog

Die erste Runde #netzwerkblog

Ein erstes Resümee bereits nach zwei Wochen?

Ja, weil schon ganz viel passiert ist und wir auch diese Erfahrungen unmittelbar mit Euch teilen möchten. Sowohl die positiven wie auch die negativen – doch eines nehmen wir vorweg: die positiven überwiegen absolut und bei weitem!

Aber von vorne: Unseren eigenen Blog haben wir vor gut 8 Monaten gestartet eigentlich ohne viel Vorbereitung und Tamtam sondern einfach aus dem Bauchgefühl heraus, dass es uns Spaß macht zu schreiben, wir eine Meinung haben und unsere Eindrücke gerne festhalten und teilen würden.

Schätze

Wir sind auf unglaublich viele Gleichgesinnte getroffen. Meist zufällig. Und oft haben wir auch „Schätze“ gefunden, die unserer Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Manchmal haben wir auch Artikel, die wir noch lesen wollten, im Durchscrollen und Alltagsstress aus den Augen verloren.

Dabei ist das sicher keine bahnbrechende Erkenntnis von uns, dennoch hat sie uns zum Projekt #netzwerkblog geführt. Denn welche Veränderungen und Trends uns NewWork, Digitalisierung, Social Media und was auch immer noch kommt in Zukunft auch bringen werden – Wissen wird immer wertvoller, komplexer, essentieller. Sowohl für den Einzelnen wie auch für uns als Gesellschaft. Und damit die Sammlung, Verfügbarkeit und Verbreitung von Wissen.

Wissen

#Netzwerkblog bringt Wissen für die Zusammenarbeit in Zukunft zusammen. So viel Eingrenzung darf sehr und gleichzeitig muss so viel Offenheit sein.

@Thinkbeneficial

Unser Start mit Ellen Wagner (@thinkbeneficial) hat und sehr gefreut, da das Gespräch mit ihr unser erstes „Coaching“ war – einfach ein ehrlicher und offener Austausch auf Augenhöhe. Gleiches gilt für Britta Redman (@BrittaRedmann), die wir auf einer Veranstaltung persönlich kennengelernt haben, was im Anschluss an eine „Twitterbeziehung“ immer ein ganz besonderer Moment ist – Ihr kennt das sicher auch, wenn zu einem Foto und 280 Zeichen endlich ein echter Mensch vor einem steht!

Katharina Nolden (@NoldenKatharina) und Christoph Thomas (@Chr15t0phT) sind auf den Zug aufgesprungen und wünschen sich über den Austausch und die Zusammenarbeit natürlich auch, dass ihre Meinung stärker gehört bzw. ihre Artikel noch einmal gelesen werden. Wir können unsere einzelne Community so zu einer viel größeren zusammenführen und nutzen, denn Reichweite wird nur durch Menschen gewonnen und genau um diese geht es uns ja. Und wir kommen viel stärker miteinander in Diskussionen. Denn wir müssen sicher alle zugeben: wir konsumieren Artikel, Tweets, Bilder und Meinungen; wir liken mal eben, im besten Fall retweeten wir, aber für längere Kommentare und Rückmeldungen fehlt uns oft schon wieder die Zeit. Eine Kombination aus beidem wäre toll.

Da sind Menschen im Netz!

Lernen im Team durch Euer Wissen und Eure Erfahrung

Wir selber verwenden Eure Blogartikel auch für unser Team und so landet der Link zum Artikel in eine Mail auch gleich wiederbei 40 potenziellen Lesern. Dass wir nicht kontrollieren können, wer alles wirklich darauf geklickt hat, ist glaube ich selbstverständlich und gehört auch nicht zu unserer Art. Wissen sollte eigenständig gelebt werden. Aber wenn wir auf dem Flur, beim Meeting oder in der Pause von dem ein oder anderen Teammitglied auf den Artikel angesprochen werden und man vertieft sich, haben wir doch alles richtig gemacht.

#einfachmalmachen

Daher können wir hier an der Stelle auch nur den Aufruf wiederholen, macht doch gerne mit! #einfachmalmachen

Den ein oder anderen von Euch, der zunächst „nur“ Interesse an #netzwerkblog gezeigt hat, aber noch nicht aktiv eingestiegen ist, haben wir bereits kontaktiert. Wir freuen uns auf noch viel mehr Interaktion und sehen uns natürlich nach wie vor dort auch selbst in der Pflicht.

Denn die Unterhaltung mit Dr. Karin Kelle-Herfurth (@DrKelleHerfurth) hat uns gezeigt: es ist ein erster Schritt aus der Komfortzone, ein (virtuelles) Projekt zu starten, aber es ist ein Ultramarathon, das dann auch am Leben zu halten – und damit meinen wir nicht nur die reine Lieferung und Veröffentlichung weiterer Artikel, sondern ein tatsächlicher Mehrwert, der durch das Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure entsteht.

Dass das klappt, hat uns ein wunderbarer Nachmittag bei Nicole Neubauer gezeigt (@NicoleNeubauer9). Nicht nur, dass wir den Changeprozess der Metaberatung extrem spannend finden und Nicole Neubauer ein großartiges Beispiel für eine „neue“ Führungskraft ist – wir werden als Team von diesem Austausch auch profitieren, weil wir das nächste Projekt direkt vereinbart haben. Es hat sich ergeben, einfach weil man sich vertrauensvoll, ohne Vorbehalte und Hintergedanken ausgetauscht hat.

Austausch

Und da sind noch viel mehr Begegnungen und Artikel in der Pipeline – dafür Euch allen, auch wenn wir jetzt noch nicht jeden namentlich nennen können und wollen (ein bisschen Spannung soll ja drin sein), schon einmal herzlichen Dank.

Muss Neues immer funkeln und knallen?

Es gibt auch Erfahrungen, die uns stutzig gemacht haben, nachdenklich und abwartend.

Der Kommentar „Was soll das denn nun schon wieder sein?“ zum Beispiel. Wir haben weder den Anspruch, den Journalismus zu reformieren noch der einzige Blog zu werden.

Aber so etwas spiegelt ein bisschen die Mentalität in unserer Gesellschaft wider: etwas Neues muss immer funkeln, glitzern und knallen. Ist es nicht viel wichtiger, dass sich Menschen etwas trauen und kleine Veränderungen und Projekte wagen? Wenn ein StartUp immer erst durch die „Höhle des Löwen“ gehen und Stars und Gelder einsammeln muss, bevor wir etwas bewegen können, dann sind wir tatsächlich nicht gut für die Zukunft gerüstet. Wir wünschen uns kritische Stimmen, aber auch die Anerkennung zumindest von Motivation und Zeiteinsatz. Und vielleicht auch ein bisschen Geduld, wenn nicht jeder Artikel gleich viel Anerkennung erfährt. Jeder Like und Kommentar ist es wert.

Ist Erfolg nur in Geld zu messen?

Daran schließt sich gleich der monetäre Gedanke an: unser Team im „eigentlichen“ Job – und wir haben beide einen Vollzeitjob mit zwar flexiblen, aber doch auch nicht immer ganz kurzen Arbeitszeiten – hat uns direkt mal gefragt, was wir denn nun mit dem Projekt verdienen. NIX. Also gar NIX. Zumindest kein Geld. Und verrückt: das war und ist auch nicht unser Ziel. Wir wollen wirklich einfach nur wissen, wie viele Ideen wir zusammenbringen können, wie viel Netzwerk entstehen kann und ob dies eine neue zusätzliche Form des flexiblen lebenslangen Lernens sein kann. Sollte sich dennoch eines Tages das Projekt in ein Business umwandeln, werden wir wohl auch ein zweites Mal das Buch „4 Stunden StartUp“(@FelixPloetz) lesen. Dass eventuell, hoffentlich auch Dank uns, untereinander durch den ständigen Austausch auf Xing, Twitter oder dem Blog Geschäfte entstehen können, finden wir total spannend.

The best is yet to come

Wir sind ergebnisoffen, was unsere Motivation absolut steigert statt einschränkt. Das dies die wenigsten für möglich halten ist doch schade.

Im Interview mit Katharina zu #5Q5ADIGITAL haben wir Sebastian Hollmann (@bastihollmann), Bernd Slaghuis (@Coach_Koeln), Carina Kontio (@enormgruen) und Michael Schenkel (@t2informatik) als Mit-Impulsgeber für den Start von #netzwerkblog genannt. Da gibt es natürlich noch ganz viele mehr – sonst würden wir Vielfalt nicht so schätzen und promoten.

Topbusiness vs. StartUp

Es gibt allerdings auch Impulsgeber, die sich selbst auch als solche sehen (und es sicher auch sind) und es dabei schon zu Popularität größeren Maßes geschafft haben. Trauriger Weise haben sie auf dem Weg dann den Draht zum Projektstart verloren. Sie haben uns nämlich gar nicht geantwortet. Selbst wenn im Topbusiness ggf. die Zeit für solche einfachen Anfragen fehlen mag oder der finanzielle Anreiz doch den eigentlichen StartUp Gedanken überwiegt – eine kurze Absage wäre wohl drin, oder? Da fällt es uns schwer weiterhin zu glauben, dass man selbst „wenn man es geschafft hat“ noch immer nah an der Basis dran ist und mitwirkt.

Stay true – stick to your roots

Auf #netzwerkblog soll sich jede/r angesprochen zum Mitmachen fühlen, wenn es um Management und die Zukunft der Arbeit geht. Und dieses Ziel scheinen wir richtig vermittelt zu haben. Darüber freuen wir uns und es spornt uns an zum Weitermachen. Seid mit uns gespannt auf einen bunten Mix an Informationen und Meinungen.

Und wenn Ihr Fragen zu Inhalten und Möglichkeiten habt – immer gerne her damit.

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