Julia Collard & Sven Schnitzler
#8 Buchrezension zu „Chef sein? Lieber was bewegen“ von Gebhard Borck & Stephan Heiler

#8 Buchrezension zu „Chef sein? Lieber was bewegen“ von Gebhard Borck & Stephan Heiler

Rezension von Christoph Thomas

Kürzlich habe ich „Chef sein? Lieber was bewegen!: Warum wir keine Führungskräfte mehr brauchen“  von meinem geschätzten dreiCday-Speaker Gebhard Borck und seinem Modellkunden Stephan Heiler gelesen – ein für mich sehr neuartiges Buch über Neue Arbeit ohne falsche New Work-Romantik oder komische Chakka-Mentalität.

Inhalt

Im Buch erzählen Gebhard und Stephan, Berater/Begleiter und Geschäftsführer der Alois Heiler GmbH, von Ihrer gemeinsamen Transformation mit dem Unternehmen und den Mitarbeitern „ins 21. Jahrhundert“.

Dabei wird ein sehr persönliches Storytelling mit Zitaten von Mitarbeitern, Dialogen zwischen Gebhard, Stephan und weiteren Beteiligten und einer Portion zugrunde liegender Theorie geschickt zu einer angenehm lesbaren, Transformationsgedanken-anregenden Lektüre vermengt.

Die es in sich hat!

Key Learnings

Als Key Learnings möchte ich hier ein paar Gehaltvolle Zitate aus dem Buch als Impulse weitergeben:

  • „Stehe ich zum Unternehmen? Benutze ich meinen Kopf? Stelle ich mich den Vorfällen?“
  • „Wir müssen weg davon, dass Vorgesetzte für andere urteilen. Es geht darum, alle ins Denken zu bringen.“
  • „Sobald die Entscheidung etwas an den Strukturen ändert, kommt es zu einer Gruppenentscheidung. Jetzt beziehen wir die ein, auf die sich die nötige Veränderung auswirkt.“
  • „Gerade bei wichtigen Entscheidungen lernen wir so, Gefühle und Vernunft zu kombinieren. Wo früher schnell emotional im Eigeninteresse verurteilt wurde, steht heute immer öfter ein empathisches Abschätzen für alle Beteiligten.“
  • „Wir sind überzeugt: Es ist fahrlässig, der Belegschaft ihre Personalverantwortung auch nur einzuschränken. Mehr noch, es ist selbstherrlich, als Führungskraft anzunehmen, dass man sinnvollere Personalentscheidungen trifft als die Kollegen.“
  • „Wir verstehen immer weniger, wie sich eine Gesellschaft für ihre demokratische Grundordnung rühmen kann und zeitgleich eine entmündigende Planwirtschaft und den machtzentrierten Personenkult in seinen Unternehmen zelebriert.“
  • „Anstatt zu versuchen, sich übergreifenden Visionen, Missionen und Werten zu verschreiben, sollte eine Firma herausfinden, ob die Belegschaft dieselbe Art zu denken und zu reflektieren teilt. … Wir empfehlen [Firmen]: Findet heraus, ob eure Kollegen aufgrund ähnlicher Denkmodelle agieren. Konflikte, die dort erkennbar sind, unterlaufen den ganzen Betrieb. Typischerweise unbemerkt. Sie sorgen für andauernden Stress, ohne dessen Herkunft preiszugeben.“

Mein persönliches „Statement“

Wer die Transformation eines Unternehmens Richtung Neues Arbeiten hautnah miterleben möchte bekommt mit diesem Buch eine tolle Gelegenheit – dass es kein Zuckerschlecken ist, am Ende sich aber für alle, die wirklich wollen, auch mitdenken, -gestalten und Verantwortung übernehmen wollen, lohnt.

Neugierig?

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