Julia Collard & Sven Schnitzler
#7 Buchrezension von Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

#7 Buchrezension von Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Inhalt:

„Hinter jedem großen Erfinder stehen mindestens ein Dutzend Enttäuschte, die zu spät dran waren.“

England 1852 – Ohio 2007 – China 2098

Drei Epochen, drei Kontinente, drei Familien. Scheinbar ohne Zusammenhang und doch jede Geschichte auf ihre Weise bedrückend mit wenigen hellen Momenten. In diesen hellen Momenten glauben die Menschen (wir) uns als eins mit der Natur, sind von Blütenduft und summenden Insekten umgeben.

In den meisten dunklen, grauen Momenten aber sind genau diese Menschen (wir) sehr mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Streben nach dem persönlichen Erfolg, nach der Beherrschung der Natur.

Wenn es ein Wettbewerbsvorteil wird die Natur als erstes verunreinigt zu haben… dann ist viel falsch gelaufen auf der Welt. Und das wiederum verbindet die Jahrhunderte und die Kontinente. Maja Lunde erzählt genau diese Geschichte mit geschickt, detailliert recherchierten und hintergründigen Spinnfäden über die Epochen und Akteure hinweg.

Und dann wissen wir: Auch wenn wir allein sind, sind wir ein Teil der Gemeinschaft. Allein sind wir nichts, ein so kleines Bruchstück, das keine Bedeutung hat, gemeinsam mit den anderen jedoch sind wir alles. Der Bienenstock. Unsere Erde.

Über die Autorin:

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.

Key Learnings:

Bedrückend – das habe ich beim Lesen oft gedacht. Und so hart an der Realität dran…

Wir müssen – besser: dürfen Diener unserer Natur sein. Wir gehören der Natur. Nicht umgekehrt.

Wie das funktioniert muss jeder mit sich selbst ausmachen. Für sich und seinen „Bienenstock“.

Neugierig?

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